Die Lage. Der Verband Deutscher Reeder ruft die Staatengemeinschaft auf, gemeinsam gegen Angriffe auf Handelsschiffe vorzugehen – mit Diplomatie und mehr Schutz für die Schiffe.
„Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem die gleichzeitige Eskalation auf mehreren zentralen Seewegen die regelbasierte Ordnung auf See insgesamt gefährdet“, sagt VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger. „Angriffe auf zivile Schiffe und die Blockade freier Durchfahrten dürfen nicht zur Normalität werden.“
Tatsächlich werden derzeit Schiffe im Schwarzen Meer versenkt, in der Straße von Hormus öfter angegriffen denn je und auch im Roten Meer weiterhin bedroht. Zugleich sind die Reeder mit einem zunehmend fragmentierten Treibstoffmarkt konfrontiert: Durch den Nahostkonflikt ist Schiffsdiesel nicht mehr an allen Tank-Hubs in verlässlicher Weise verfügbar; zudem müssen viele Schiffe Umwege fahren und an Orten tanken, die ihnen nicht vertraut sind.
Das müssen Sie heute wissen: Der VDR begrüßt daher eine am 12. Oktober vorgestellte internationale Initiative zum Schutz der freien Schifffahrt, die von allen EU-Mitgliedstaaten und 34 weiteren Staaten unterstützt wird – etwa gegen unrechtmäßige Gebühren oder Durchfahrtsbeschränkungen. Auch der aktuelle EU-Gipfel soll sich mit der Sicherheit der Seewege befassen.
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