Alle Tagesspiegel-Artikel vom 11.06.2002
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Von Caroline Fetscher Als sich die Bilder der einstürzenden Türme tagelang, wochenlang in einer Spirale wiederholten, entwickelten sie die paradoxe mythologische Kraft, auf die die Attentäter spekuliert hatten: Die Gesellschaft ihrer Gegner sollte gezwungen werden, ihr eigenes Zusammenbrechen tragisch zu zelebrieren und in Entsetzen zu erstarren. Die Endlosschlaufe der Bilder eines Massenmordes sollte bei den Überlebenden - und Mitgemeinten - eine massenhafte Regression ins Reale provozieren, das Sprengen einer dem Visuellen und Virtuellen ergebenen Gemeinde der Kulturindustrie.

Gerhard Schröder und Edmund Stoiber können offenbar nicht genug bekommen vom Sich-Duellieren. Die erste Runde ist schon für diesen Monat in der Bibliothek des Berliner Springer-Hochhauses angesetzt.

Von Albrecht Meier Les jeux sont faits: Die Parlamentswahl in Frankreich ist weitgehend gelaufen, auch wenn am kommenden Sonntag noch der zweite Wahlgang folgt. Die Mehrheit des bürgerlichen Lagers von Präsident Jacques Chirac ist schon nach dem ersten Wahlgang derart überwältigend, dass die eigentlich spannende Frage für den kommenden Wahlsonntag lautet: Wie vernichtend fällt die Niederlage für die linken Parteien aus?

VOR >> Jörg Plath über äußerst bedrohliche Nachtschränkchen Der Nachttisch, erstmals von Kurt Tucholsky gewürdigt, ist die Schlachtplatte des Literaturkritikers. Auf dem Nachttisch nämlich lagern die von den Verlagen eingeschickten Bücher, um den Kritiker um den wohl verdienten Schlaf zu bringen.

POP Ein schiefes, silbrig-fettes „K“ glänzt von der Leinwand in das ausverkaufte Velodrom. Eine sichtbar reife Jugend gerät in hörbar schrille Verzückung: „Kylie!

Von Moritz Schuller Diese Szene spielt sich in einer Kreuzberger Kneipe ab, aber sie findet zur gleichen Zeit auch an vielen anderen Orten der Stadt statt: Der Barman sagt, der da drüben sammelt. Patrick geht hin.

Die bulgarische Zeitung „24 Tschassa“ kritisiert die US-Politik zur Bekämpfung des Terrorismus: US-Präsident George Bush gab die Schaffung eines neuen Megaministeriums für Staatssicherheit bekannt, das mit vielen Vollmachten ausgestattet ist . Das Imperium, das gegen den Schlag der Terroristen vom 11.

Zum Ausgang der ersten Runde der französischen Parlamentswahl schreibt die spanische Zeitung „El Mundo“: Wegen der niedrigen Wahlbeteiligung sah es in Frankreich zunächst so aus, als könnte die Nationale Front einen hohen Stimmenanteil gewinnen. Aber dann kam es doch anders.

Der Wirtschaftswissenschaftler Herbert Grüner wird neuer Präsident der größten Fachhochschule Berlins, der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW). Der Erweiterte Akademische Senat der Hochschule wählte ihn am Montag.

Von Andrea Nüsse, Amman So hatte sich der neue palästinensische Arbeitsminister Ghassan Khatib seinen ersten Arbeitstag nicht vorgestellt. Der bisherige Leiter des palästinensischen Medien- und Kommunikationszentrums sitzt am Montag in seinem Haus in Ramallah fest.

Das Bild ist trügerisch. Der junge Mann, der im Kampfanzug ideologisch aufgeladene Statements in eine Videokamera spricht, ist nur halb so selbstsicher als es den Anschein hat.

Geht es nach den Regierungsparteien im Kulturausschuss, ist der Umzug der Berlinischen Galerie in das ehemalige Glaslager in der Alten Jakobstraße beschlossene Sache. Eine Empfehlung des Ausschusses fordert eine Entscheidung bis Ende August.

Von Annette Kögel „Das gibt Bambule.“ Fred Worlitzsch, zweiter Vorsitzender des Bezirksverbandes Berlin-Süden der Kleingärtner, zeigt sich kampfeslustig.

Von Robert Birnbaum In der Schule kannte jeder von uns so einen: Wenn viele sich gemeldet haben, hat er forsch mit aufgezeigt, bei schwierigen Fragen hat er wissend geguckt, den Finger aber lieber unten behalten; wenn er mal dran kam, hat er Antworten gegeben, die nicht besonders helle waren, aber auch nicht falsch – und am Ende stand im Zeugnis „befriedigend bis gut". Wer dieser Tage die Union betrachtet, kann auf den Gedanken kommen, dass sie dieses Erfolgsrezept kopiert.

Von Christoph Daum Eigentlich wollen wir hier ja vor allem über Leidenschaft und Begeisterung sprechen, über taktische und technische Finessen. Doch heute gönnen wir uns mal einen Blick auf die Statistik, genauer: Auf den Zusammenhang zwischen dem Austragungsort eines Turniers und dem Gewinner.

Von Kurt Sagatz 58 Prozent für die CDU/CSU, das wünscht sich Generalsekretär Laurenz Meyer sicherlich für das Abschneiden der Konservativen im Bundestagswahlkampf. Zu erreichen sind solche Zahlen derzeit jedoch nur virtuell.

Der Staatsvertrag zur Fusion von Ostdeutschem Rundfunk Brandenburg (ORB) und Sender Freies Berlin (SFB) zum Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) wird heute im Berliner Senat und im Potsdamer Kabinett behandelt. Vor der Sommerpause sollen die Parlamente beraten.

Von Robert Birnbaum „Wir wollen, dass ein Schlussstrich unter die Debatte gezogen wird“, sagt Guido Westerwelle. „Schlussstrich“ ist in diesem Zusammenhang vielleicht kein richtig gutes Wort.

Von Karsten Doneck Der Real Club Deportivo Mallorca, nur haarscharf dem Abstieg aus Spaniens erster Liga entgangen, hat gerade einen neuen Trainer eingestellt. Gregorio Manzano kommt von Real Valladolid auf die Baleareninsel.

Geht es nach den Regierungsparteien im Kulturausschuss, ist der Umzug der Berlinischen Galerie in das ehemalige Glaslager in der Alten Jakobstraße beschlossene Sache. Eine Empfehlung des Ausschusses fordert eine Entscheidung bis Ende August.

Von Paul Kreiner, Wien Acht Millionen Tschechen wählen am Freitag und Samstag ein neues Parlament. Doch wer künftig regiert, das mauscheln die Parteichefs aus.

Im Kompetenzteam des Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber gibt es ein Koordinationsgremium. Es soll gewährleisten, dass die Führungsmannschaft der Union möglichst immer auf gleicher Linie argumentiert.

Vor dem letzten Spieltag der Gruppe E gibt es für die deutsche Nationalmannschaft drei Wege ins Achtelfinale: Deutschland besiegt Kamerun. Deutschland spielt unentschieden gegen Kamerun.

Von Uwe Schlicht Die Berliner Politik ist für Überraschungen immer gut. Da korrigiert der für Haushaltsentscheidungen maßgebliche Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses die Sparauflagen des Berliner Senats vom März dieses Jahres und setzt damit Wissenschaft und Forschung de facto als Priorität in der Berliner Politik für dieses und das nächste Jahr fest.

1990: Die Treuhand privatisiert die Lagerhalle in Malchin, in der zu DDR-Zeiten Pestizide gelagert wurden, darunter das giftige Herbizid Nitrofen. 1994: Der neue Besitzer, die Landhandelsfirma Diver, entsorgt die Chemikalien.

Von Barbara Junge Am 15. Mai hatten der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und sein Stellvertreter Gregor Gysi (PDS) dem Kanzler ihre Bitte vorgetragen: Er möge doch, schlugen sie während der gemeinsamen Sitzung des Senats mit dem Bundeskabinett vor, eine Hauptstadtkommission zur künftigen Rolle Berlins in Deutschland initiieren.

Von Clemens Wergin Man muss weit zurückgehen in Europas Geschichte, um eine Epoche zu finden, in der der reichste Mann des Landes auch dessen Herrscher war. Am ehesten ist noch die Macht der Medici im Stadtstaat Florenz mit dem Aufstieg Berlusconis vergleichbar.

Im Prozess um die „Hellersdorfer Bauaffäre“ hat einer der Angeklagten gestern sein Schweigen gebrochen und der Anklage widersprochen. In der Aussage wurde der Bundestagsabgeordnete und ehemalige stellvertretende Landesvorsitzende der CDU, Diethard Schütze, entlastet.

Von Imke Schridde Seit Anfang Juni bekommen Tausende Versicherte Post von ihrer Rentenkasse. Das Papier informiert die Versicherten über den aktuellen Stand ihres Versicherungskontos und die Höhe der zu erwartenden Rente.

Es war der Tag der Hoffnung: Am Montag sollte in Afghanistan die Loya Dschirga zusammentreten – die erste fast demokratische Versammlung nach mehr als 20 Jahren Bürgerkrieg. Dieser große Rat unter der Leitung des heimgekehrten Königs, des Symbols der Einheit, galt als Wendepunkt zu einem haltbaren Frieden, zu einer Normalität, wie sie die jüngere Generation nie gekannt hat.

Foto: Rückeis / Montage: DP HINTER DEN LINDEN Renate Künast hat im Moment kein leichtes Leben. Vermutlich schläft die grüne Ministerin auch nicht mehr besonders gut.

KLASSIK Wie spricht man das Wort „Amethyst“ aus? Wie bringt man eine hexenhafte Mutter zum Platzen?

Allein unter Frauen war der männliche Preisträger. Aber Alice Schwarzer, Chefredakteurin der Frauenzeitschrift „Emma“, die mit der Begrüßung zur Verleihung des 7.

Sich vor Sonne schützen und dabei Gutes tun: „Die Sehmänner“ – so heißt Andreas Hubers und Christian Polomskis Brillengeschäft in der Bleibtreustraße 27 – präsentieren exklusiv in Berlin das Projekt des Wiener Brillendesigners Beryl „pink-view in a gray world“. Den rosa Blick in eine graue Welt bringt eine von Beryll-Chef Sigmar Bergauer designte Sonnenbrille.

Es ist ruhig bei „Presse Biele“, doch es ist keine langweilige, sondern eine gemütliche Ruhe. Immer mal wieder füllt ein Kunde oder Passant den WM-Tippschein aus, wechselt ein paar Worte mit Publizistikstudent Robert Grimm, der die Wettbox verwaltet.

Von Thorsten Metzner Potsdam. Brandenburgs Regierungschef Manfred Stolpe (SPD) und der sachsen-anhaltinische Ex-Kulturminister Gerd Harms wollen noch in dieser Woche über einen Ausweg aus der Versorgungs-Affäre beraten.

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