
Zu viele würden gerne einen Frieden in der Ukraine vermitteln. Nur: Worüber wollen sie eigentlich verhandeln mit einem Kremlchef, der gar keine Kompromisse will und jedes Abkommen bricht?

Zu viele würden gerne einen Frieden in der Ukraine vermitteln. Nur: Worüber wollen sie eigentlich verhandeln mit einem Kremlchef, der gar keine Kompromisse will und jedes Abkommen bricht?

Die Waffenlager der USA sind nach vier Monaten Krieg leer. Die Ukraine bekommt keine Luftabwehr. Europa muss lernen, sich selbst zu versorgen. Sonst ist es im Ernstfall blank.

Die Europäer müssen dreierlei lernen: Welche internationalen Themen haben für sie Priorität? Welche Ziele sind realistisch? Und was davon können sie selbst durchsetzen?

Kaum einer in Deutschland möchte dem US-Präsidenten von Herzen gratulieren – aus guten Gründen. Sein Scheitern liegt aber auch nicht im deutschen Interesse. Ein Misserfolg im Iran-Krieg ebenso wenig.

In Armenien verschiebt sich die Macht zugunsten der EU. Aber Etiketten wie „proeuropäisch“ und „prorussisch“ für politische Kräfte helfen wenig in einer Region, die so abhängig von Moskau ist wie der Kaukasus.

Am Käthe-Kollwitz-Gymnasium ringen junge Menschen eindrucksvoll mit den Widersprüchen ihrer Lage: Ihre Freiheit ist ihnen viel wert, aber wer würde sie verteidigen? Und wie denken Gleichaltrige anderswo darüber?

Die Mullahs lehnen eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs ab. Jetzt muss Deutschland hoffen, dass Trump den Mut hat, die Straße von Hormus zu öffnen.

Grenzen der Diplomatie: In den aktuellen Kriegen wird die deutsche Erwartung, dass Absprachen am Verhandlungstisch bindend sind, regelmäßig widerlegt.

Mit Sozialabgaben über 50 Prozent ist Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig. Kann die Regierung den Trend wenden? Warum nicht, früher ging das doch auch – unter den SPD-Kanzlern Schmidt und Schröder.

Ungarns Premier Magyar möchte nach 16 autoritären Orbán-Jahren zurück zur Demokratie und zum Rechtsstaat. Da überrascht es nicht, dass ihn seine erste Auslandsreise zu Donald Tusk nach Polen führt.

Iran-Krieg, Taiwan, Strafzölle, Konkurrenz um Energie und seltene Erde: Das internationale System kennt derzeit nur Verlierer und keine Gewinner. Das gilt auch für Europa.

Im Kriegsfall wären Millionen bereit, für Deutschland und die Nato-Partner zu kämpfen, sagt der Militärexperte Timo Graf. Seit Russlands Angriff auf die Ukraine gebe es eine „Zeitenwende in den Köpfen“.

Auch im Verhältnis zum schwierigen US-Präsidenten lässt sich der Kanzler zu Vehemenz statt Konstanz hinreißen. Nun will Trump 5.000 US-Soldaten abziehen. Den Schaden kann Merz noch abwenden.

Attentate auf US-Präsidenten haben eine lange Tradition. Das Verbrechen kehrt an einen Tatort zurück: Vor dem Hilton wurde Reagan schwer verwundet. Warum vieles ähnlich und zugleich ganz anders ist.

Gabriel Felbermayr erklärt, warum österreichische Lösungen in Deutschland nicht funktionieren, Menschen das Unmögliche von der Regierung erwarten und die Politik sich meistens beugt.

Trumps Vorgehen am Golf und hohe Tankpreise erregen die Gemüter. Deutschland und Europa dürfen sich davon nicht ablenken lassen. Für ihre Zukunft ist die Ukraine entscheidender.

Ironie der Geschichte: Das gleiche Wahlrecht, das Orbán half, seine Macht mit Zweidrittelmehrheit zu zementieren, hilft nun Magyar, das System zu entflechten. Aber Polen ist ein warnendes Gegenbeispiel.

Das Staatsoberhaupt stärkt seine Rolle als Führungsfigur des rechten Lagers gegen die liberale Tusk-Regierung. Das ist auch außenpolitisch problematisch, sagt ein Experte.

Nach 34 Tagen Militäreinsatz gegen den Iran gibt der US-Präsident keine Antworten darauf, wie der Krieg enden soll und ob er die Straße von Hormus mit Gewalt öffnet. Stattdessen droht er den Verbündeten.

Roter Teppich für den Ex-Dschihadisten Ahmed al-Scharaa: Was darf, was muss deutsche Außenpolitik tun und was vermeiden, um Syrien zu stabilisieren, ohne die eigenen Werte zu verraten?

Der US-Präsident beginnt Kriege, ohne seine Ziele konsequent zu verfolgen. Im Iran scheut er vor der Öffnung der Straße von Hormus zurück, im Gazastreifen vor der Entwaffnung der Hamas.

Erneut lernen die USA wie im Irak und in Afghanistan: Haushohe militärische Überlegenheit allein reicht in asymmetrischen Kriegen nicht. Wie geht es weiter, wenn das iranische Regime die Luftangriffe überlebt?

Spitzenökonom Moritz Schularick fordert eine radikale Wende bei den Investitionen in Kriegstüchtigkeit: weniger teure Waffensysteme, mehr Drohnen, mehr Forschung für die Kriege der Zukunft.

Deutschland und Europa erkennen, dass sie im Nahen Osten wichtige Interessen, aber wenig Einfluss haben. Und passen ihr Handeln an, statt hilflos gegenzuhalten, auch im Umgang mit Trump.
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