
Louis Har wurde vor drei Jahren von der Hamas verschleppt. Mehrere Monate dauerte es, bis die Armee ihn befreien konnte. Heute sagt er: In Gaza gibt es keine Unschuldigen.

Mareike Enghusen berichtet für den Tagesspiegel aus Israel und dem weiteren Nahen Osten. Die Region kennt sie, seitdem sie 2010 einen Sommer in Jerusalem verbrachte und 2011 beim Sprachkurs in Kairo vom Arabischen Frühling überrascht wurde. Sie hat Politik, Nahost- und Islamwissenschaft in vier Ländern studiert und an der Hamburger Henri-Nannen-Schule das journalistische Handwerk gelernt. Seit 2014 lebt sie vorwiegend in Israel, zog aber zwischendurch für ein Journalistenstipendium nach Kairo und für Arabischkurse nach Amman. Heute lebt sie in Tel Aviv, spricht Hebräisch und feilt an ihrem palästinensischen Arabisch.

Louis Har wurde vor drei Jahren von der Hamas verschleppt. Mehrere Monate dauerte es, bis die Armee ihn befreien konnte. Heute sagt er: In Gaza gibt es keine Unschuldigen.

Israel hatte sich vom Krieg gegen den Iran vor allem ein Ende des Teheraner Atomprogramms erhofft. Doch die Interessen Jerusalems spielten nur eine untergeordnete Rolle. Das lag auch am Streit zweier Männer.

Militante israelische Siedler gehen mit großer Brutalität gegen Palästinenser im Westjordanland vor. Ihnen soll die Lebensgrundlage entzogen werden. Der Beduine Deif Allah gehört zu den Opfern.

Um acht Uhr morgens schrillen die Sirenen, es fliegen Raketen auf den Iran und Israel. Viele Israelis hatten damit gerechnet – und doch bleibt die Angst vor einem langen Kampf.

Laut einer Untersuchung herrschen in israelischen Gefängnissen dramatische Verhältnisse. Israels Minister Ben-Gvir beeindruckt das wenig. Seine Haltung ruft scharfe Kritik hervor.

Jüdische und arabische Schüler aus Ost- und Westjerusalem treffen sich zum Basteln und Reden. Für viele ist es der erste Kontakt mit der anderen Seite. Kann „Gemeinsames Lernen“ etwas bewirken?

Tausende Kinder allein im Oktober mussten laut UN wegen akuter Mangelernährung behandelt werden. Exil-Palästinenser erheben Vorwürfe gegen die Hamas: Sie soll massenhaft Babynahrung gehortet haben.

Vor einem Jahr wurde ein Video veröffentlicht, das die Misshandlung eines palästinensischen Gefangenen zeigen soll. Nun ist Israels Militärstaatsanwältin wegen des Leaks verhaftet worden.

Die noch lebenden Verschleppten sind frei. Israel ist ebenso erleichtert wie glücklich. Doch wie können die Freigelassenen und ihre Familien den Albtraum hinter sich lassen?

Historischer Morgen in Israel: Zwei Jahre nach ihrer Entführung kehren die letzten Geiseln zurück. Das Land atmet auf. Kann die Heilung jetzt beginnen?

Adele Raemer glaubte lange Zeit, mit den Menschen in Gaza sei gute Nachbarschaft möglich. Dann überfiel die Hamas ihren Kibbuz. Heute fällt es ihr schwer, ein Ende des Kriegs zu fordern.

Seit zwei Jahren kämpfen die Angehörigen der israelischen Geiseln um das Leben ihrer Liebsten. Dass sie nun wieder zuversichtlich sein können, hat auch mit Donald Trump zu tun.

Seit dem 7. Oktober hat die Zahl von israelischen Kulturschaffenden und Wissenschaftlern, die boykottiert werden, zugenommen. Oft spielt ihre Position zum Gazakrieg dabei überhaupt keine Rolle.

Vielerorts protestieren Menschen in Israel am Dienstag für einen Geiseldeal. Ihre Regierung scheint andere Pläne zu haben. Gibt es noch Chancen auf eine Einigung?

Seit vielen Monaten kämpft eine Protestbewegung in Israel für die Freilassung der verbliebenen Geiseln. Diese dürften unter schlimmsten Zuständen leben. Doch ein Deal ist nicht in Sicht.

Nach Deutschlands Entscheidung, Waffenlieferungen einzuschränken, zeigt sich die Netanjahu-Regierung unbeeindruckt – doch in Israel wächst die Sorge, noch weiter ins Abseits zu geraten.

Im Streit über den Wehrdienst für Ultraorthodoxe haben sich zwei religiöse Parteien aus der Regierung zurückgezogen. Ein israelischer Politik-Experte erklärt die Folgen für Premier Netanjahu.

Berichte über tödliche Schüsse auf Palästinenser bei Lebensmittelausgaben in Gaza sorgen weltweit für Entsetzen. In Israel stoßen sie eine Debatte an. Erste Stimmen fordern Aufklärung – und ein Ende des Tötens.

Israels Premier Netanjahu verkauft den US-Einsatz als großen Erfolg. Doch viele Israelis befürchten nun eine Rache aus Teheran. Ein Bericht aus Tel Aviv.

Seit der neuen Zuspitzung im Nahen Osten fliegen nun auch iranische Raketen auf Tel Aviv. Mehr als 4000 Deutsche leben in Israel – doch wer ausreisen will, hat es nicht leicht.

Leere Straßen, geschlossene Schulen: Israels Großangriff auf den Iran hat das öffentliche Leben auch im eigenen Land zum Erliegen gebracht. Viele rechnen jetzt mit der nächsten Eskalation.

Unter Israels rechts-religiöser Regierung erleben Journalisten bislang ungekannte Einschränkungen. Im Ranking von Reporter ohne Grenzen ist das Land auf Platz 112 von 180 abgesackt.

Der Schin-Bet-Chef erhebt schwere Vorwürfe: Israels Regierungschef habe versucht, den Nachrichtendienst für persönliche Zwecke zu missbrauchen. Netanjahus Kritiker fürchten um die Demokratie.

Militärregierung, Pufferzonen, weitere Angriffe: Israels Strategie in Gaza wird immer radikaler – und stößt intern auf immer mehr Widerstand.
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