
Die Debatte um Nähe und Distanz von Kolonialismus und Nationalsozialismus sorgt seit Jahrzehnten für Aufregung. Die Ausstellung „Umstrittene Verwandtschaft“ wagt nun den schwierigen Vergleich.

Nicola Kuhn schreibt über bildende Kunst und Kulturpolitisches, ihre Liebe gehört der alten, die Leidenschaft der zeitgenössischen Kunst. Kulturpolitisch verfolgt sie insbesondere die Entwicklungen im Bereich Provenienzforschung und Restitution sowohl für NS-Raubkunst als auch Artefakte aus kolonialem Kontext. Zuletzt ist von ihr das Buch „Der chinesische Paravant. Wie der Kolonialismus in deutsche Wohnzimmer kam“ erschienen. Außerdem moderiert sie, hält Vorträge und betätigt sich als Jurorin.

Die Debatte um Nähe und Distanz von Kolonialismus und Nationalsozialismus sorgt seit Jahrzehnten für Aufregung. Die Ausstellung „Umstrittene Verwandtschaft“ wagt nun den schwierigen Vergleich.

Mit Pinsel, Pfeil und Bogen: Die Berlinische Galerie entdeckt Lovis Corinth als Theatermensch und Lehrer. Ein Vierteljahrhundert prägte er die Kunst der Hauptstadt.

Jackson Pollock, Max Ernst, Gerhard Richter: Immer waren die berühmteren Ehemänner zuerst da. Mit „Rot Gelb Blau Staub“ malt sich Sabine Moritz frei.

Das Thema für seine erste große Ausstellung fand Berlins jüngstes Museum gleich vor der Tür. „Von hier aus“ erzählt vom Schicksal der einstigen jüdischen Nachbarn.

Aus Brasilien nach Berlin: Intendant und Biennale-Kurator Bonaventure So Bejeng Ndikung setzt auf Versöhnung mit der Natur. Das Ergebnis ist Geraune.

Viel zu lange wurde das Thema Kolonialismus in China verdrängt. Ein Leitfaden soll den öffentlichen Sammlungen nun helfen, geraubte Vasen, Porzellane, Bilder zu identifizieren.

Vor 15 Jahren ermordete ein rechtsextremer Terrorist 77 Menschen. Ein metergroßes Stahlgerüst vor Oslos Regierungssitz mit einem Vogel darin gibt dem Trauma ein Bild.

Der nächste Halbjahresbericht zur Baustelle neben der Neuen Nationalgalerie macht weiter miese Stimmung. Die Preußenstiftung hält mit künstlerischen Zwischenspielen dagegen.

Museen sind angehalten, Prioritätenlisten für den Ernstfall vorzubereiten. Wir haben Menschen des Kulturbetriebs gefragt, welches Werk sie im Notfall retten würden. Und wir fragen auch Sie!

Bei einer Museumstagung im Hamburger Bahnhof klagen zwar die zehn geladenen Direktoren über das verschärfte politische Klima. Nachgeben will aber keiner von ihnen.

Zum Abschluss der 15. Berlin Art Week: Könnte es die letzte Ausgabe gewesen sein? Mit einem Ende des Kunstfestivals würde die Politik einen Riesenfehler machen.

Der Klimawandel und politische Krisen stellen die Museen vor ganz neue Sicherheitsrisiken, dazu kommt der Sanierungsstau. Wie sind Berliner Museen darauf vorbereitet?

Eine Klagemauer als Disco, Soldaten mit Vogelmasken: Zum 25-Jährigen gibt das Jüdische Museum kniffelige Denkaufgaben auf und animiert zum geistigen Aufbruch.

Adolf Hitler und Oskar Matzerath, Bananen und Gold: Die Arbeiten des italienischen Künstlerstars verbinden Ulk und Schrecken, Oberfläche und Tiefsinn.

Die Art Week in Berlin geht los. Wir empfehlen eine Dinnerparty, aufregende Performances und Kunstgrößen beim Talk in kleinen Räumen.

Er schuf den „Betenden Hitler“ und schickte Besucher auf eine goldene Toilette. Jetzt stellt der streitbarste Künstler Italiens in der Neuen Nationalgalerie aus und zeigt das Brandenburger Tor im „Fegefeuer“.

Ihr Vertrag wurde verlängert, und eine gute Versicherung hat sie auch: Die Dessauer Direktorin der Bauhaus-Stiftung stellt sich auf magere Jahre und Kämpfe mit der AfD in Sachsen-Anhalt ein.

Künstlerische Gedankenspiele: Designermöbel mit rosa Schleifen, Belugawale in einer Traumwelt. Das Kolbe-Museum tastet sich vor zu queerem Begehren.

Die AfD sieht im Bauhaus die Ursache allen Unheils im Städtebau. Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt könnte es bedrohlich für das Weltkulturerbe werden.

Der französische Künstler inszenierte sich selbstbewusst als unabhängiger Geist. Die Essener Ausstellung zeigt, dass er gleichzeitig den Markt zu bedienen wusste.

Vom Ausbremser zum Vorbild: Bayern restituiert die berühmte Bronze und gründet ein neues Zentrum für Provenienzforschung. Ein Signal für die Schiedsgerichte.

Von den Kontroversen des Anfangs hat sich der größte Kulturneubau der Republik nie ganz erholt. Im Ethnologischen Museum soll die Britin Henrietta Lidchi nun einen Neuanfang machen.

Jérémie Queyras war kaum bekannt, dann kam der Auftrag für das Kanzlerinnenbild. Der Künstler über Sitzungen mit seinem bisher berühmtesten Modell.

Auf den Hügeln über Wien ist ein architektonisches Meisterwerk wiedererstanden. In Zehlendorf könnte sich dieses Wunder wiederholen.
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