Tewe Pannier – Seite 3
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Tewe Pannier

Michael Schindhelm, bis vor kurzem noch Generaldirektor der Opernstiftung in Berlin, sitzt im schummrigen Hotelrestaurant und denkt darüber nach, wie er wohl Hochkultur an den Persischen Golf bringen kann. Fürs Nachdenken wird er von der Regierung von Dubai bezahlt, heute war sein erster Arbeitstag.

Von Tewe Pannier

Elias, Libanese in Dubai, ist ungewöhnlich offen bei unserem Mittagessen: Die Geschäfte liefen schlecht. Er hangele sich so von Monat zu Monat, sei froh, wenn er Miete, Autoraten und die Kosten für seine kleine Firma einigermaßen pünktlich begleichen könne.

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Vorige Woche waren drei sehr wichtige Damen zu Besuch in Dubai. Alle drei waren das erste Mal hier, alle drei wurden viel fotografiert, alle drei hatten ein strammes Besuchsprogramm.

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Wo das Auge hinfällt an der Küste des blauen, blauen Golfs von Arabien: Die Wolkenkratzer, Einkaufscenter und Villenviertel wachsen wie Pilze auf Superdünger. Zum Beispiel im Anflug auf Manama: „Hier war nichts, als ich das erste Mal hier war vor 30 Jahren“, sagt mein Geschäftspartner Nabil, als das Flugzeug auf die Hauptstadt Bahreins zuschwebt.

Von Tewe Pannier

Der Europäer trifft sehr viele Inder in Arabien, und da staunt er oft, wenn die sich vorstellen: Michael oder Jacob, Joseph oder Thomas heißen die Männer gern. Die Mode mit den biblischen Namen ist rund 2000 Jahre alt.

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Während über dem Persischen Golf, neben dem gigantischen segelförmigen Hotel Burj Al Arab, Silvesterraketen Feuerblumen in den Himmel malen, bilden sich im Kopf die Wünsche fürs neue Jahr. Wunsch Nummer eins: dass Partner Nabil den guten Vorsatz fasst, keine Zigarre mehr nach dem Mittagessen zu rauchen.

Von Tewe Pannier

Für preußische Protestanten geht vom Straßenverkehr auf der Arabischen Halbinsel eine ganz besondere Gefahr für die Gesundheit aus. Zwar befindet sich hier jeder in akuter Lebensgefahr, der sich auf die Straße begibt – egal, welcher Religionsgemeinschaft er angehört.

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Ahmed aus Abu Dhabi hat viele berufliche Persönlichkeiten unter seinem weißen Gewand vereint. Es dauert, bis er sie beim ersten Treffen alle offenbart hat: „Hier ist meine Karte“, sagt er und reicht einen edlen, gebrochen-weißen Karton mit dem Wappen des Herrscherhauses von Abu Dhabi über den Kaffeetisch in der Lobby des Hotels.

Von Tewe Pannier

Das erste Mal nach dem Sommerkrieg wieder nach Beirut. Schon im Flugzeug der Middle Eastern Airline schmeckt es nach dem Libanon und seiner Lebensart: Die Stewards und Stewardessen behandeln jeden Passagier wie ein Familienmitglied.

Von Tewe Pannier

Kranke, Schwangere und Reisende dürfen das Fasten im Ramadan unterbrechen. Karim, mein fastender Geschäftspartner, ist nicht schwanger und nicht krank, aber heute verreisen wir!

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Karim ist gereizt, jetzt um 15 Uhr 20, knapp drei Stunden bevor er wieder essen, trinken und rauchen darf. Ich habe nur gefragt, ob es schon einen Termin mit dem potenziellen Investor für unsere Geschäftsidee, Dr.

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