24 Stunden Berlin-Kreuzberg
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Buntes Treiben am Kotti, irgendwo ist eine Bar, ist ein Club. Nur dass der Festsaal wieder aufmacht, darauf muss man hier noch warten.

© Thilo Rückeis

Tagesspiegel Plus

Einem Stadtteil auf der Spur: 24 Stunden Kreuzberg

Auf die Plätze. Fertig. Los! Mit einem hyperlokalen Blog begibt sich der Tagesspiegel auf die Spur eines Phänomens – nach Kreuzberg. Es ist der widersprüchlichste Stadtteil Berlins. Eine Annäherung in 24 Stunden.

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00.01 Uhr Schlesisches Tor - Ein Versprechen
Der Regen beschleunigt den Gang. Scheucht die Menschen über das Pflaster. Leert den Platz, Schlesi, einst Loch in der Zollmauer. Spült sie die Treppen des Bahnhofs hinunter, einst letzter Bahnhof auf Westberliner Seite, dahinten am Wasser die Mauer, ihre Fahrt endet hier. Wie eine Insel liegt er im anbrandenden Verkehr der Kreuzung. Seit 1990 wieder Durchgangsstation, Schleuse. Kein Ort des Verweilens, kein Ort des Ankommens. Wer am Schlesischen Tor aussteigt, hat noch etwas vor, will weiter, muss los. Bloß nicht stehen bleiben. Der Schlesi ist nie jetzt. Er ist immer nachher. Ein Versprechen. Ein Versprechen darauf, dass heute noch Großes passieren kann.

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