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Rücksicht oder Resignation?: Weniger Beschwerden wegen Lärm auf Gewässern im Berliner Südosten
Treptow-Köpenick ist einer der wasserreichsten Bezirke Berlins und besonders geprägt von Partybooten – und Protesten dagegen. Doch die Situation vor Ort scheint sich gebessert zu haben.
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Wummernde Techno-Beats, dröhnende Motoren und kreischende Passagiere: In Treptow-Köpenick ist die Lärmbelastung durch Partyboote auf den Gewässern in den vergangenen Jahren stärker als in allen anderen Berliner Bezirken gewesen.
Im laufenden Jahr ist die Anzahl der Lärmanzeigen zu Dahme, Spree und Müggelsee allerdings deutlich geringer als in den Vorjahren. Das geht aus einer schriftlichen Anfrage des ehemaligen SPD-Abgeordneten Alexander Freier-Winterwerb hervor.
So waren bis Ende August 2026 erst zwölf Beschwerden bei der Polizei eingegangen; 2025 hatte es noch 21 Anzeigen wegen Lärm gegeben. Auch dies war bereits ein erkennbarer Rückgang: 2021 lagen insgesamt 129 Lärmanzeigen vor. Nehmen die Nutzerinnen und Nutzer der Gewässer mittlerweile mehr Rücksicht auf Anwohnende – oder haben diese sich einfach an den Lärm gewöhnt?
„Zu laut?“: Initiative startete Akzeptanz-Kampagne
Nachdem eine Umfrage des Tourismusvereins Treptow-Köpenick ergeben hatte, dass sich 90 Prozent der Teilnehmenden von der zunehmenden Anzahl an lauten Freizeitbooten, Partyflößen und -schiffen gestört fühlen, gründete sich 2022 die Initiative Gewässer-Lärmschutz (IGeL), die berlinweit agiert. Sie startete eine „Akzeptanz-Kampagne“, um mit den Verursachern des Lärms gemeinsam Lösungen zu finden.
Mit dem Flyer „Zu laut?“ informierte die Initiative, hinter der laut eigenen Aussagen „einige von Lärm und Rücksichtslosigkeit genervte Wassersporttreibende“ stehen, seitdem nicht nur über die rechtlichen Grundlagen; auch finden sich dort die Kontaktdaten, unter denen man Verstöße oder Gefährdungen melden kann.
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