Damals in West-Berlin: Bunt und hässlich, aber herzlich
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West-Berliner Gewimmel. Das Titelbild des Buches zeichnete Gerhard Seyfried.

© Abbildung: Berlinica-Verlag/Seyfried

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Damals in West-Berlin: Bunt und hässlich, aber herzlich

Am Ende hatten sich die West-Berliner mit der Mauer arrangiert. In ihrer Stadthälfte war das Leben schrill und behütet zugleich

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Dieser Satz fängt die verlorene Lebenswelt ein: „Berlin fühlte sich irgendwie immer gut an, auch wenn es nicht schön aussah – gerade an seinen hässlichen Ecken.“ Geschrieben hat ihn Tanja Dückers in der jetzt erschienenen Anthologie „Unser West-Berlin – Lesebuch von der Insel“ [herausgegeben von Eva C. Schweitzer, Berlinica Publishing, Berlin 2019, 224 Seiten, 20 €] Die Journalistin erinnert (sich) an die gepflegten Vorurteile gegenüber den Wessis, „die ein bisschen hinter dem Mond lebten“. Sie schreibt über Grenzkontrollen, die holprige, von Kiefern gesäumte Transitstrecke und die Erleichterung, wenn man nach dem Besuch in „Wessiland“ wieder am Grenzkontrollpunkt Dreilinden angekommen war. Wieder zu Hause.

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