Witwe von Hans Rosenthal: „Dann muss ich eher lachen als weinen“
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Mit Spaß am Leben. Traudl Rosenthal, geborene Schallon.

© Jörg Carstensen/dpa

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Witwe von Hans Rosenthal: „Dann muss ich eher lachen als weinen“

Traudl Rosenthal starb 88-jährig in Berlin. Sie wird neben ihrem Mann Hans Rosenthal auf dem Jüdischen Friedhof an der Heerstraße begraben.

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Vierzig Jahre lang war sie die Frau an seiner Seite. Traudl Schallon lernt ihren Hans Rosenthal 1946 beim Berliner Rundfunk kennen. Der 22-Jährige macht beim Sender einen Mädchen-für-Alles-Job. In der Kantine spricht er die 18-jährige Blondine an. Sie denkt, der Grünschnabel sei jünger als sie selbst, zeigt zunächst wenig Interesse. Im geliehenen Smoking hält er schließlich bei Traudls Mutter kniend um die Hand der Tochter an. 1947 heiraten sie, ein Paar, das blutjung ausschaut, Kollegen witzeln über ihre „indische Kinderehe“. Er entscheidet, dass sie ab jetzt nicht mehr arbeiten soll. Das fällt der technischen Zeichnerin schwer, sie verdient mehr als er. Wenn er im Sender Nachtschicht hat, besucht sie ihn schon mal und strickt.

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