Debatte um Muslimbrüder: Berlins Polizei bereitet sich auf Veranstaltung über Islamisten in Neukölln vor
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Regelmäßig stehen Polizisten am Rathaus Neukölln, zuletzt oft wegen pro-palästinensischer Kundgebungen (Archivbild).

© picture alliance/dpa/Christoph Soeder

Debatte um Muslimbrüder: Berlins Polizei bereitet sich auf Veranstaltung über Islamisten in Neukölln vor

Am Freitag wollen Fachleute im Rathaus Neukölln über die Gefahr durch Islamisten sprechen. Das könnte radikale Muslime stören, die Polizei ist informiert.

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Wird am Freitag dieser Woche in Berlin über die Muslimbruderschaft gesprochen, sind nicht nur namhafte Islamismus-Experten dabei, sondern auch die Polizei – denn es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu Turbulenzen kommt.

Im Saal des Rathauses Neukölln soll über die „Muslimbruderschaft in Berlin“ debattiert werden, also über die hiesigen Aktivitäten jener transnationalen Rechtsradikalenbewegung, die ihren Ursprung in Ägypten hat. Es gehe darum, so die Ankündigung, „Strategien des politischen Islam“ zu erkennen. In welchen Vereinen sind die Islamisten aktiv, wie finanzieren sie sich, welche Kontakte bestehen in Parteien, Schulen und Behörden?

Besuch eines Salafisten

Neuköllns Bürgermeister Martin Hikel (SPD) eröffnet die Veranstaltung, der zu Islamismus recherchierende Journalist Sascha Adamek und Seyran Ateş von der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee treten auf. Islamisten stören sich an allen Dreien, ein namhafter Salafist möchte nach Tagesspiegel-Informationen vor Ort sein.

Neben sunnitischen Fanatikern wie den Muslimbrüdern, die der palästinensischen Hamas nahestehen, und den Salafisten, aus denen sich der „Islamische Staat“ speiste, stören sich auch Schiiten an der Veranstaltung, die wiederum Irans Mullah-Regime huldigen. In Neukölln verfügen alle Strömungen des Islamismus über Moscheen und Treffpunkte.

Kommen Linke und Grüne?

Für das Podium angekündigt haben sich Berlins Sozialstaatssekretär Aziz Bozkurt (SPD) und Neuköllns Sozialstadtrat Hannes Rehfeldt (CDU). Angefragt wurden auch Grüne und Linke – noch steht nicht fest, ob deren Politiker kommen. Aus beiden Parteien war Kritik am Islamismus zuweilen als „rassistisch“ bezeichnet worden, Neuköllns Bürgermeister Hikel war ebenso kritisiert worden wie die Integrationsbeauftragte Güner Balci.

Sicherheitsexperten zufolge könnten auch einzelne Anhänger des 2025 vom Bundesinnenministerium verbotenen „Muslim Interaktiv“-Netzwerks zum Rathaus kommen. „Muslim Interaktiv“ stammte aus dem Umfeld der schon 2003 verbotenen, überwiegend türkischen „Hizb ut-Tahrir“ und nutzte soziale Medien wie TikTok und Instagram, um unter Jugendlichen für ein Kalifat zu werben. In einem solchen Gottesstaat würden die drakonischen Strafen der Scharia gelten und „Ungläubige“ getötet oder versklavt.

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