Strafvollzug in Berlin: Der harte Job hinter Gittern
zum Hauptinhalt
Nenn' sie niemals Schließer, denn sie leisten viel mehr - Sozialarbeit, Begleitung, Kontrolle. In Berlin werden Anwärter für den Justizvollzugsdienst gesucht.

© dpa

Tagesspiegel Plus

Strafvollzug in Berlin: Der harte Job hinter Gittern

Sie sind Dolmetscher, Zuhörer, Aufpasser: die Vollzugsbeamten in Moabit. Drei Mitarbeiter erzählen hier von ihrem Job: „Man muss ausgeglichen und charakterfest sein.“

Von Fatina Keilani

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Die Zellentür. Ein schwarzer Punkt, drei Papierschildchen: Kostzulage. Brotzulage. Schweinefleischfreie Kost. „Der schwarze Punkt bedeutet, dass der Inhaftierte hier in der Anstalt Tatgenossen hat“, sagt Detlef W., Justizvollzugsbediensteter. „Man darf Tatgenossen nicht gleichzeitig in die Freistunde lassen.“ Die Justizvollzugsanstalt Moabit ist wie eine gut geölte Maschine, ein Riesending, in dem jedes Rädchen ins andere greift. Allerdings benötigt sie neue Maschinisten. Deswegen werden demnächst 40 Nachwuchskräfte für den Justizvollzugsdienst eingestellt. Es laufen zwei Fristen: Bis 31. Januar für den Ausbildungsgang ab Mai, bis 28. Februar für die Ausbildung ab August. Die Perspektiven sind gut. Der letzte Lehrgang wurde komplett übernommen und verbeamtet. Besonders gern werden Leute mit Lebenserfahrung, ausländischen Wurzeln oder beidem genommen. Bewerber dürfen bis 40 Jahre alt sein, sie dürfen keine Vorstrafen haben, keine großen Schulden und müssen natürlich deutsche Staatsbürger sein.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })