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Ermittler prüfen mutmaßliches Bekennerschreiben: Staatsschutz ermittelt nach Feuer in Berliner Gebäude mit Tesla-Büros
Ein Gebäude im Berliner Osten wird Ziel einer nächtlichen Attacke. Die Täter beschmieren die Fassade und zünden Bürostühle an. Am folgenden Tag taucht ein mutmaßliches Bekennerschreiben auf.
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Unbekannte Täter haben die Scheibe eines Bürogebäudes in Berlin-Rummelsburg beschmiert und Bürostühle im Inneren des Gebäudes angezündet. Die Täter schmierten auf die Fensterfront und Hausfassade ein „X“ und das Wort „Tesla“, wie die Polizei mitteilte. Demnach gelang es den Tätern auch, Bürostühle im Inneren anzuzünden. Weitere Angaben machte die Polizei dazu nicht.
Ein Wachmann entdeckte demnach zufolge die Schmierereien, bemerkte Rauch im Inneren des Gebäudes und alarmierte die Feuerwehr. Der Brand wurde gelöscht. Ein politisches Motiv könne nicht ausgeschlossen werden.
Das Gebäude wird laut einer Polizeisprecherin auch von dem US-Autohersteller Tesla benutzt. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt. Verletzt wurde niemand.
Geprüft wird derzeit auch ein auf der Internetplattform „Indymedia“ aufgetauchtes Schreiben, in dem sich eine Gruppe der Tat bezichtigt, wie eine Polizeisprecherin dem Tagesspiegel am Abend sagte.
Bekennerschreiben verweist auf Peter Thiel
Das Datum der Aktion sei „nicht von ungefähr gewählt worden“, heißt es dort, womit sich womöglich auf die Verleihung des Springer-Preises an US-Investor Peter Thiel am Donnerstag bezogen wird. Die Verfasser stellen eine Verknüpfung zwischen dem Anschlag, Tesla-Gründer Elon Musk und Peter Thiel her und bezeichnen die Männer als „Kumpanen“. Musk und Thiel hatten Anfang der 2000er gemeinsam den Bezahldienst Paypal aufgebaut.
Dem Schreiben ist ein Video beigefügt, das offenbar Aufnahmen des Anschlags enthält. Dort sind zwei Personen in Kostümen zu sehen, die an den Magier Gandalf aus der Fantasy-Reihe „Herr der Ringe“ erinnern. Die beiden stehen vor einem kleinen Feuer in einem Bürogebäude. Außerdem enthält das Schreiben einen Aufruf zu einer Demo vor dem Springer-Hochhaus am Donnerstag, unterlegt mit der Aufforderung: „Bring your queerest Gandalf-Outfit“ (Tragt euer queerstes Gandalf-Kostüm).
Immer wieder werden Standorte des Autoherstellers in Berlin zum Ziel von Anschlägen. Im März 2024 setzte linksextreme „Vulkangruppe“ einen Strommast in Brand und legte so die Produktion in der Tesla-Fabrik in Grünheide lahm.
Im Februar 2025 In wurde ein Feuer in einem Kabelschacht der Bahn nahe dem S-Bahnhof Wuhlheide entdeckt – auch dieser Anschlag galt der Tesla-Gigafactory. Im März 2025 attackierten Aktivisten das Tesla-Center in Reinickendorf mit blauer „AfD-Farbe“, um gegen Elon Musk zu demonstrieren. (rosi, dpa)
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