
© privat
Tagesspiegel Plus
Nachruf auf Ursula Lehmann: Warum gibt es keine Rampen?
Natürlich war sie penetrant, selbstverständlich nervte sie, aber wie sonst sollte man denn die Dinge ändern?
Von Karl Grünberg
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Zu Uschis Beerdigung kamen sie angerollt, 15 ihrer engsten Freunde. Da saßen sie in ihre Rollstühlen vor der Trauerhalle, drinnen der Kirchendiener mit der Urne, dazwischen vier Treppenstufen und keine Rampe. Was also taten sie? Sie protestierten, so wie Uschi es ihnen vorgemacht hatte. Nicht nur meckern, sondern was dagegen tun. Den „sogenannten Nichtbehinderten“, wie Uschi sie nannte, deutlich machen, dass die Welt nicht nur für sie, sondern für alle da ist.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true