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Von Gravel-Abenteuer bis Lastenrad: Messe Velo Berlin zeigt die Neuheiten der Fahrradwelt
Rennräder, Gravelbikes, Lastenräder und E‑Bikes – auf der Messe Velo Berlin finden sich die neuesten Trends auf zwei Reifen. Außerdem im Angebot am Wochenende: zwei Rennen der besonderen Sorte.
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Die Temperaturen steigen und die Sonne zeigt sich häufiger – höchste Zeit, die Fahrradsaison einzuläuten. Passend dazu findet am Wochenende das Fahrradfestival Velo Berlin statt. Wer also das Fahrrad aus dem Keller noch nicht fit gemacht hat oder nach einem Upgrade für sein altes Gefährt sucht, kann auf der Fahrradmesse die neuesten Entwicklungen und technischen Innovationen aus der Fahrradwelt entdecken.
Am 11. bis 12. April verwandelt sich das Tempelhofer Feld zum Paradies für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer. An über 200 Messeständen kann man sich informieren, Neuheiten ausprobieren und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Auch Fahrradneulinge sind willkommen. „Ich hoffe, dass wir auch Leute begeistern, die bisher nicht so viel Rad fahren“, sagt Christoph Schulz. Er ist Teil der Fahrradagentur Velokonzept aus Berlin, welche das Fahrradfestival gemeinsam mit der Fairnamic GmbH seit 2011 veranstaltet.

© Stefan Haehnel
Ein Novum dieses Jahr: Für Gravelbikes und Bikepacking wird es eine eigene Bühne geben, auf der passende Talks und Technik-Workshops veranstaltet werden. Damit bedient das Festival ein Bedürfnis nach Freiheit und Grenzenlosigkeit beim Fahrradfahren, das besonders bei jungen Menschen auf Social Media derzeit Hochkonjunktur hat. Wer sich also über das ideale Set-up für die nächste Fahrradreise informieren möchte oder Inspirationen für das nächste Ziel sucht, ist hier gut aufgehoben. Auch Kinofans dürfen sich freuen, so wird unter anderem ein Film über das Langdistanz-Rennen „Race Across America“ gezeigt.
Auch die über 300 Fahrradmarken, die auf dem Festival vertreten sind, haben den Hype um das Gravelbike verstanden. Mitveranstalter Schulz bestätigt: „Unter den nicht motorisierten Fahrrädern verkauft sich das Gravelbike am meisten“. Dabei differenziere sich der Markt immer weiter aus und Hersteller brächten Accessoires und Räder auf den Markt, die immer zugeschnittener auf die einzelnen Anwendungsbereiche seien. Er beobachtet, dass die Fahrradbranche nach dem Post-Corona-Einbruch wieder voranschreite und versuche, neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen.

© Stefan Haehnel
Doch nicht nur Abenteuerlustige werden auf dem Festival fündig. Schulz erzählt, dass für dieses Jahr der Familienbereich ausgebaut wurde. Besonders Lastenräder, um den wöchentlichen Einkauf zu transportieren oder die Kinder in die Kita zu bringen, würden für Familien in Berlin eine große Rolle spielen. „Cargobikes haben die größte Motorisierungsquote“, ergänzt er. Neben der Elektrifizierung, spiele jedoch auch die Wendigkeit und Größe dieser Räder eine große Rolle.
Lastenradrennen mit Biathlon-Komponenten
Wer sich im besonders geschickten Lastenradfahren beweisen möchte, kann am „International Cargo Bike Race“ am Sonntag teilnehmen. Christoph Schulz nennt das Rennen den Biathlon des Radsports: „Es darf nichts runterfallen und durch das Auf- und Abladen der transportierten Sachen, wird ein wenig der Alltag der Fahrradkuriere nachgestellt“.
Abgesehen davon können die neuesten Fahrräder – vom Rennrad bis zum E-Bike – auf den verschiedenen Parcours, die auf dem Tempelhofer Feld aufgebaut sind, getestet werden.
Wen das Rennfieber so richtig packt, hat die Möglichkeit, beim „Airfield Race“ zuzuschauen. Auf einem zehn Kilometer langen Rundkurs über das gesamte Tempelhofer Feld wird um die Berliner Meisterschaft gekämpft. Tickets für das Festival inklusive Straßenrennen kosten im Vorverkauf zwölf Euro für einen Tag und 15 Euro für das ganze Wochenende. Auch vor Ort an der Tageskasse können noch Tickets gegen einen Aufpreis von drei Euro erworben werden. Ermäßigte Eintrittskarten gibt es dort ebenfalls. Kinder bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt.
Wer nach dem umfangreichen Programm noch Reserven hat und fürchtet, das Eintagesrennen der Profis, Paris–Roubaix – die sogenannte Hölle des Nordens – zu verpassen, kann beruhigt sein: Auch dieser Klassiker wird am Sonntag auf der Velo Berlin übertragen.
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