Tierschutz auf Berliner Baustellen: Wer die Fledermaus stört
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Biologe Carsten Kallasch sucht in einem Bunkerloch bei Erkner nach Spuren von Fledermäusen.

© Kitty Kleist-Heinrich

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Tierschutz auf Berliner Baustellen: Wer die Fledermaus stört

Unken, Nattern, Molche: Häufig kommen Stadtplanern Tiere in die Quere. Wie Berliner Biologen versuchen, zwischen Artenschutz und Bau zu vermitteln.

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Das kleine Loch im Waldboden könnte man glatt übersehen. Farne wuchern über die Ränder, der Trampelpfad führt in sicherer Entfernung vorbei. Carsten Kallasch aber läuft zielstrebig darauf zu. Der unumstrittene Fledermaus-Experte Berlins – ein blasser Mann mit dünner Haut, durch die man die Adern schimmern sieht – weiß, wo die Tiere sich wohlfühlen. Er beugt sich über die zeitschriftengroße Öffnung und leuchtet mit einer extrastarken Taschenlampe hinein. Im Lichtkegel tauchen vermoderte Blätter auf, Plastikverpackungen, zerbrochene Glasflaschen. Das Loch ist der Lüftungsschacht und der einzige Eingang eines verschütteten Bunkers, eine Tür existiert nicht mehr. Kallasch kniet sich auf den Boden, um noch besser hinunterschauen zu können. Der Mittvierziger fahndet gerade im Auftrag einer Baufirma nach Fledermäusen. Hier, in einem Wäldchen in Erkner, soll ein Neubauviertel entstehen, und Fledermäuse könnten für Probleme beim Bau sorgen – so wie gerade in Berlin beim geplanten Einheitsdenkmal.

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