Nachruf auf Werner Kasprzyk (Geb. 1933): Wer rückt die Tonnen gerade?
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Nachruf auf Werner Kasprzyk (Geb. 1933): Wer rückt die Tonnen gerade?

Wie ein Kind war er, manchmal sonnig, manchmal furchtbar wütend. Bis er 60 war, lebte Werner Kasprzyk bei seiner Mutter. Dann zog er in eine Wohngemeinschaft für geistig Behinderte und führte ein beinahe sorgenfreies Leben. Hauptsache die Müllabfuhr kam pünktlich. Ein Nachruf.

Von David Ensikat

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Werner lebte schon seit Jahren in der Wohngemeinschaft, zusammen mit Renate, Horst und Ilse. Jeden Tag um elf kam ein Betreuer, manchmal auch zwei. Vielleicht hatte Werner von irgendwem erfahren, dass andere Leute alleine wohnen, und dass bei ihnen keiner vorbeikommt, der ihnen beim Leben hilft. Vielleicht war es ihm bei „Sturm der Liebe“ aufgefallen, der Fernsehserie, die er so gern sah: Die Leute dort lebten irgendwie anders. Also fragte er einen der Betreuer: „Warum is’ dit so?“

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