Flüchtlingskinder in der Schule: "Willkommensklassen" – zwischen Integration und Abschiebung
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Beim Sportfest der Müggelschlösschen-Grundschule in Köpenick präsentieren Milan (links) und seine Kumpels aus der Willkommensklasse ihre Urkunden.

© Kai-Uwe Heinrich

Tagesspiegel Plus

Flüchtlingskinder in der Schule: "Willkommensklassen" – zwischen Integration und Abschiebung

Sie kommen aus Serbien, Weißrussland, dem Irak. Für regulären Unterricht reicht ihr Deutsch noch nicht, deshalb lernen sie in „Willkommensklassen“: eine Herausforderung für Lehrer, Nachbarn und die Kinder selbst. Unsere Autorin saß über Monate mit auf der Schulbank.

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Sieben Kinder strecken ihren Zeigefinger in die Luft und quietschen: „Ich, ich, ich!“ Sie sind blond, dunkelhaarig, klein, groß, manche sehen aus wie zehn, andere wie 15. „Wie viele Fehler habt ihr gemacht?“, hat die Lehrerin gefragt. Die Kinder sollten Wörter Bildern zuordnen, Anspitzer, Füllfeder, Federmappe. Milan, ein zwölfjähriger Serbe, der jünger wirkt, weil er klein und drahtig ist, hat sich als Erster gemeldet. Kaum ist seine Hand in der Luft, ziehen die anderen nach.

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