Flüchtlinge am Oranienplatz: „Wir sind doch keine Kinder“
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Leicht sonnig? Der Protest auf dem Oranienplatz endet erst, wenn ihre Forderungen erfüllt sind, sagen die Flüchtlinge. Sie haben viele Unterstützer.

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Tagesspiegel Plus

Flüchtlinge am Oranienplatz: „Wir sind doch keine Kinder“

Werden die Flüchtlinge von linken Unterstützern instrumentalisiert? Dieser Vorwurf empört beide Seiten, vor allem die Flüchtlinge. Denn darum geht es ja gerade: um Selbstbestimmung.

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Der Regen hämmert auf das Dach des blau-weiß gestreiften Zirkuszeltes am Oranienplatz. Das einzige Licht, das den Innenraum beleuchtet, flackert, geht immer wieder aus – das Kabel ist gebrochen. Und es ist bitterkalt. Patras Bwansi, 33 Jahre alt, aus Uganda, zieht seinen Schal ein wenig fester und erklärt laut auf Englisch: „Ich habe etwas zu sagen.“ Es ist kurz nach 17 Uhr, Plenumszeit am Oranienplatz, gemeinsam mit ihm sitzen etwa 20 weitere Menschen im Zelt auf Bierbänken und alten Sofas, es sind viele Flüchtlinge da und viele deutsche Unterstützer. Vor Bwansi steht ein kleiner Computer, er liest - auf Englisch - vom Bildschirm ab: „Das Gerede, wir würden nur am Oranienplatz bleiben, weil wir von Unterstützern dazu überredet werden, ist eine falsche Darstellung geschichtlicher Fakten und eine Diffamierung des selbstorganisierten Geflüchteten Protestes. Es ist eine kolonial geprägte Sichtweise der Tatsachen.“ Als Bwansi endet, klatschen die Anwesenden.

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