Kiezspaziergang mit Schauspielerin Jenny Schily: Zwischen Witwen und Proletariat in Grunewald
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Schon als Kind lebte die Schauspielerin Jenny Schily in Grunewald, als Erwachsene ist sie in den Stadtteil zurückgekehrt, schon der nahen Bäume wegen. 

©  Mike Wolff

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Kiezspaziergang mit Schauspielerin Jenny Schily: Zwischen Witwen und Proletariat in Grunewald

Jenny Schily liebt den Kiez um den S-Bahnhof Grunewald. In einer anderen Ecke Deutschlands wohnen? Ausgeschlossen.

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Jenny Schily, Schauspielerin, in warmem Mantel, mit kleiner Tasche, mit breitem Lächeln: „Hallo!“ Pünktlich steht sie neben dem Blumenladen im S-Bahnhof Grunewald. Sie ist ausnahmsweise mit dem Auto gekommen, obwohl sie ja in der Nähe wohnt, aber sie „muss noch was einkaufen, dahinten im Supermarkt“. Dahinten im Supermarkt sieht der Stadtteil unprätentiös aus, nicht so, wie er klingt: Nach Wald. Nach Geld. Nach Witwen mit Capes. Nach Schlosshotel, nach Palais, nach „Millionärskolonie Grunewald“, so wurde er um 1890 herum genannt, als ein Bankenkonsortium dort ein neues Nobelviertel errichtet hatte.

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