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Leben im Wattenmeer: Hallig Marsch!
Sie haben sich ihr Leben so romantisch vorgestellt – voller Natur, frischem Wind und Einsamkeit. Nun sitzen Nele Wree und Holger Spreer auf einem Stück Land in der Nordsee und staunen.
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Eine einzige birnengroße Aubergine baumelt an dem mickrigen Strauch. Nele Wree, 31, sieht die Frucht erst, als sie sich über die Pflanze beugt und ein Blatt anhebt. Sie seufzt, erhebt sich. Salziger Wind bläst ihr eine Haarsträhne ins Gesicht. Die mickrige Frucht ist ein weiterer Beleg dafür, dass ihr Traum vom Selbstversorgerdasein nicht funktioniert. Zumindest nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Belege sind auch: die Tomaten, die im Oktober noch hellgrün sind, weil das Material für das Gewächshaus beschädigt geliefert wurde. Die Birnen, die von Staren gefressen wurden. Die Tatsache, dass sie keine Zeit gefunden hat zum Imkern und Käsemachen. Und natürlich die verdorrten Kirschbäume, die schon vor Monaten eingegangen sind, weil sie den salzigen Boden und ständigen Wind nicht ertrugen.
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