ARD-Film „Inklusion": Idee trifft auf Wirklichkeit
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Von allen Mitschülern verachtet, fühlt sich Steffi (Paula Kroh), die im Rollstuhl sitzt. Ihr Klassenlehrer Albert Schwarz (Florian Stetter) will ihr Mut machen.

© BR/Caroline Scharff

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ARD-Film „Inklusion": Idee trifft auf Wirklichkeit

Integration reicht nicht. Eine ARD-Produktion zeigt, was noch möglich ist im Umgang mit Behinderten: Eine Veränderung von Umwelt und Schule, ein Entgegenkommen.

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Seitdem man den lieben Gott nicht mehr allein dafür verantwortlich macht, dass die Menschen ungleich sind, reicht es nicht, wenn der Pfarrer den Dorftrottel und die Spastikerin in sein Gebet einschließt. Jetzt sind die Mitmenschen hier auf Erden gefordert, der Ungerechtigkeit von Mutter Natur etwas entgegenzusetzen. Ein neues Programm für Behinderte heißt „Inklusion“. Anders als die bescheidenere „Integration“ begnügt sich Inklusion nicht damit, Behinderte in der „normalen“ Umwelt und Schule aufzunehmen und von ihnen zu verlangen, dass sie sich einpassen. Inklusion will mehr: Sie verlangt eine Veränderung auch von Umwelt und Schule, ein Entgegenkommen der Institutionen statt bloßer Toleranz. Ein enormes Programm, das noch lange Stoff für Debatten liefern wird, vorausgesetzt, es bleibt auf dem Tisch. Das ist fraglich, denn es soll – außer Geduld und Gehirnschmalz – nichts kosten.

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