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Studie zu sexueller Gewalt in der Familie: Opfer können oft kaum entkommen
870 vertrauliche Anhörungen wurden ausgewertet. Am häufigsten waren männliche Verwandte die Täter - vor allem Väter.
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Sie war zehn oder elf Jahre alt, als die sexuellen Übergriffe begannen. Der Vater missbrauchte sie, dieser extrem aggressive Mann, der sie auch ständig prügelte. In ihrer Not redete sie mit einem Mann vom Jugendamt über den Missbrauch. Er kannte den Vater wegen dessen Aggressivität, aber die Übergriffe glaubte er nicht. Er glaubte es auch nicht, als sie es wiederholte, einmal, zweimal.
Die Frau, die das alles erlebt hat, heißt Monika. Es ist eine von 870 Opfergeschichten, die eine „Kommission zu Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in Familien seit 1945 bis zur Gegenwart“ ausgewertet hat. Am Dienstag hat sie ihre Studie vorgestellt, und sie hat eine Kernbotschaft. „Die Gesellschaft muss sich für die Opfer interessieren“, sagte Sabine Andresen, die Vorsitzende der Kommission und Autorin der Studie, „und Außenstehende müssen sich einschalten, wenn sie Hinweise auf Missbrauch haben. Sexueller Kindesmissbrauch ist keine Privatangelegenheit.“ Die Opfer, die sich gemeldet haben, sind heute zwischen 16 und 80 Jahre alt.
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