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Archäologie: Tutanchamuns Eltern waren wohl Geschwister
Genetische Fingerabdrücke der Königsfamilie führen zu aufsehenerregenden Ergebnissen - und markieren die Geburtsstunde einer "molekularen" Ägyptologie, die neues Licht ins Dunkel der Geschichte bringen dürfte.
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Schon zu Lebzeiten wurde der ägyptische Pharao Tutanchamun als Gott verehrt. Aber den jungen Herrscher, der nach neun Jahren Regentschaft mit erst 19 Jahren etwa 1324 v. Chr. starb, plagten genauso wie seine Verwandten zahlreiche höchst irdische Leiden, darunter etliche Knochenprobleme und eine schwere Form der Malaria. Das ergab eine Untersuchung der Mumien von Tutanchamun und der königlichen Familie, bei der neben Röntgenaufnahmen Erbgut-Tests zum Zuge kamen. Mit dem genetischen Fingerabdruck war es möglich, die elf Mumien einem Stammbaum Tutanchamuns zuzuordnen und den Körper seines Vaters Echnaton zu identifizieren. Dabei stellte sich heraus, dass Tutanchamuns Eltern vermutlich Geschwister waren.
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