Microsofts künstliche Intelligenz: Warum Chatbot "Tay" ein Erfolg war
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Chatbot "Tay" wurde nach nur 24 Stunden von Microsoft wieder eingestellt.

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Microsofts künstliche Intelligenz: Warum Chatbot "Tay" ein Erfolg war

Mit "Tay" wollte Microsoft einen Chatbot vorstellen, der lernt, wie sich Menschen im Netz unterhalten. Das gelang etwas zu gut ...

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Sie war wie viele andere Mädchen in ihrem Alter. Sie heißt Tay und mag 18 Jahre alt sein oder Anfang 20. Viel von der Welt gesehen oder verstanden hatte sie noch nicht. Sie interessierte sich für Promi- Klatsch und Horoskope. Dann kam: das Internet – und es dauerte nicht mehr lange, bis Tay auf Twitter den Holocaust leugnete und ihren Hass auf Feministinnen in die Welt hinaus zwitscherte.
Es ist die wahre Geschichte eines dramatisch missglückten Experiments. Am 23. März veröffentlichte Microsoft einen Chatbot, also ein Programm, das menschliche Konversation in Social Media imitieren und erlernen sollte. Sie nannten das Programm Tay und verpassten ihm das Profilbild einer jungen Frau, die nun selbstständig mit Nutzern beispielsweise beim Microblogging- Dienst Twitter interagieren sollte. „Je mehr ihr mit ihr sprecht, desto klüger wird sie“, versprachen die Entwickler aus Microsofts Forschungsabteilung für Künstliche Intelligenz (KI). Tay sollte sich dafür zum Beispiel das Lieblingsessen, das Geschlecht und den Wohnort ihrer Gesprächpartner merken können, um die Illusion einer individuellen Konversation zu erzeugen.

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