Japan: Wer da noch lebt
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Tagelang hat Asami Kurasawa mit Martin Hirsch (Bild rechts) im Netz nach dem Verbleib ihrer Verwandten im verwüsteten Rikuzentakata recherchiert,

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Japan: Wer da noch lebt

Nach dem Beben und dem Tsunami in Japan: Familien suchen verzweifelt nach vermissten Angehörigen, auch das deutsch-japanische Paar Martin Hirsch und Asami Kurasawa.

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Akiko Murakami wusste, dass ihr nach dem Beben nur etwa 15 Minuten bleiben würden. Kleinere Tsunamis hat sie im nordostjapanischen Rikuzentakata schon einige erlebt. Wer nach einem Beben von einer Tsunami-Warnung erfährt, soll auf eine nahe gelegene Anhöhe flüchten. Und am Freitag hat sie gespürt, dass dieses Beben heftiger sein würde als andere zuvor. Zum Glück waren ihre vier Kinder gerade von der Schule nach Hause gekommen. Zügig packte sie sie ins Auto und fuhr los, zur „Daiichi Junior Highschool“ hoch oben auf einem Berg. Den gleichen Impuls hatten auch ihr Mann Tadao und ihr Neffe Tatsuya. Fluchtartig verließen sie nach dem Beben den gemeinsamen Arbeitsplatz am Bau. Wenige Minuten später wird unter ihnen die Flutwelle die flachen Ebenen ihrer Stadt überrollen. Sie wird Häuser, Autos und Menschen wegschwemmen und die Stadt der knapp 25 000 Einwohner unter Wasser setzen. Am Ende wird von Rikuzentakata fast nichts mehr übrig bleiben.

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