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Norwegen: Die Jagd nach schönem Schein
Wer im Winter in den hohen Norden fährt, hat oft nur eins im Sinn: das Polarlicht erleben.
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Die Jagdsaison ist eröffnet. Wie in jedem Winterhalbjahr. Dann reisen sie wieder an, die Wikinger der Neuzeit. Aus allen Teilen Europas versammeln sie sich am Hurtigruten-Terminal in Bergen, um mit einem der elf rot-weißen Schiffe in See zu stechen. Als Waffen tragen sie weder Schilde noch Äxte, um Norwegens Küste zu erobern, sondern empfindliche Fotoapparate mit Japanisch klingenden Namen. Gut verstaut in gepolsterten Taschen. Sie sind auf der Pirsch nach dem grünen Licht, folgen dem Schlachtruf: „Hunting the Lights.“ Längst ist das geenterte Schiff kein Langschiff mit Rudern mehr, sondern in unserem Fall die 2002 in Norwegen gebaute „Finnmarken“, die im Regeldienst mit ihren Schwesterschiffen in elf Tagen 67 Häfen ansteuert. Von Bergen im Süden des Landes bis zum Nordkap, weiter bis Kirkenes nahe der russischen Grenze und wieder zurück.
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