
© Gerald Penzl
Unterwegs im Mekongdelta: Und immer dampft die Nudelsuppe
Das Mekongdelta dehnt sich aus über 40 000 Quadratkilometer. Mit der „Gecko Eyes“ lässt es sich befahren – und vietnamesischen Alltag erleben.
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Chang strahlt. Stolz wie Oskar sitzt er hinter dem Steuer und lenkt seinen Kleinbus über die Can Tho Bridge. „Ein technisches Wunderwerk“, sagt er strahlend, „vor vier Jahren eröffnet, über zweieinhalb Kilometer lang und wohl die spektakulärste Brücke in Vietnam.“ Ein Schwenk auf die rechte Fahrbahnseite eröffnet uns freien Blick auf den Hâu River. Er ist einer von neun riesigen Mekongarmen, die mit ihren unzähligen Kanälchen und Verästelungen die horizontlosen Reisfelder des Deltas wie ein Spinnennetz zerfasern. Tief unter uns pflügen Dschunken und alte Frachter durch die schlammbraunen Wogen. In guter Tradition zu den Ahnen haben die Crews den Schiffen zwei Drachenaugen auf den Bug gemalt. Sie fungieren als eine Art Schutzgeist, die mit ihrem Blick alle bösen Flussungeheuer vertreiben.
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