
Vor der ersten Berlin-Wahl nach dem Krieg benennt Tagesspiegel-Gründer Erik Reger die „Kriterien des Faschismus“. Er warnt vor einer heraufziehenden neuen Diktatur und beschwört die Stärken der Demokratie.

© dpa
Am 27. September 1945 gründete der Schriftsteller und Journalist Erik Reger mit Walther Karsch und Edwin Redslob den Tagesspiegel. Als Chefredakteur war er der geistige Kopf der Zeitung, die die freiheitlich-demokratische Pressekultur West-Berlins prägte. Lesen Sie hier Beiträge von und über Erik Reger sowie weitere Tagesspiegel-Artikel aus der und über die Nachkriegszeit.

Vor der ersten Berlin-Wahl nach dem Krieg benennt Tagesspiegel-Gründer Erik Reger die „Kriterien des Faschismus“. Er warnt vor einer heraufziehenden neuen Diktatur und beschwört die Stärken der Demokratie.

Kurze gesamtstädtische Euphorie der Demokratie: Unsere historische Kolumne erinnert in dieser Folge daran, dass 1946 auch schon wieder die für lange Zeit letzte Wahl für ganz Berlin stattfand.

Zeitungsgründer Erik Reger zieht ein Fazit des Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher, der vor 80 Jahren mit den Urteilen über führende Nazis zu Ende ging, und wagt einen Ausblick.

Zum Prozess der Alliierten gegen die deutschen Hauptkriegsverbrecher erschien in der Tagesspiegel-Ausgabe vom 2. Oktober 1946 dieser Kommentar.

In Nürnberg begann anderthalb Jahre nach der deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg die Verkündung der Urteile gegen führende Nazis. Tagesspiegel-Gründer Erik Reger verfasste diesen Leitartikel.

Wie es nach dem Krieg mit Deutschland weitergeht, war die Grundfrage im ersten Kommentar des Zeitungsgründers. Hier zum 81. Tagesspiegel-Geburtstag zu lesen samt erster Ausgabe als Download.

Mit dem Dokumentarfilm „Die Todesmühlen“ wollten die Alliierten, unter Beteiligung Billy Wilders, den Deutschen das Ausmaß der Nazi-Verbrechen vor Augen führen.

Zur Berlin-Wahl hier aus dem Archiv noch einmal Erinnerungen mit Edzard Reuter und Erik Reger an die erste Berlin-Wahl nach Krieg und Diktatur – auch die für lange Zeit letzte in ganz Berlin.

Hier dokumentiert die Titelseite und die Seite 2 mit den abschließenden Erklärungen der führenden Nazis im Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor 80 Jahren.

Von Bismarcks Zynismus zur Diktaturgläubigkeit der KPD: Vor 80 Jahren legte der SPD-Vorsitzende im Rahmen einer Serie politischer Gastbeiträge seine Sicht der Dinge dar.

Wie der Tagesspiegel 1946 an den Zentrumspolitiker erinnerte, der 25 Jahre zuvor, am 26. August 1921, nach jahrelanger Hetze von rechtsextremen Demokratiefeinden ermordet worden war.

Zeitungsgründer Erik Reger analysiert die politische Spaltung der Arbeiter mit besonderem Blick auf die neue Sozialistische Einheitspartei, Kommunismus und Nationalismus.

Lange vor der Gründung der Bundesrepublik ging es um Zuschnitt und Rolle der Länder. Unsere Zeitung mischte sich von Berlin aus ein. Neue Folge der historischen Kolumne.

Die jüdische Schriftstellerin Alice Stein-Landesmann schildert am 18. August 1946 im Tagesspiegel ihren Abschied von einem befreundeten Geschwisterpaar vor deren Deportation.

Zeitungsgründer Erik Reger setzt sich mit der Lage Nachkriegs-Deutschlands auseinander, unter anderem der „Denazifizierung“. Neue Perspektiven erhofft er sich durch die anstehende Berlin-Wahl.

Was Robert H. Jackson in der Verhandlung gegen die deutschen Hauptkriegsverbrecher abschließend vortrug, dokumentierte der Tagesspiegel am 30. Juli 1946 auf zwei Seiten.

Zeitungsgründer Erik Reger erinnert an das Attentat auf Hitler 1944, aber auch an den „Preußenschlag“ 1932. Damals entmachteten Hindenburg und Papen die SPD-Regierung des Freistaats.

Zwei Jahre nach dem Attentat erschien eine erste kritische Einordnung samt Hinweis auf einen anderen 20. Juli. Womit unsere Zeitung damals falsch lag, beschreibt Historiker Johannes Tuchel.

Der Arzt, Psychoanalytiker und Schriftsteller fordert eine Rückbesinnung auf das Individuum sowie „die Auflösung der Massen — und zwar gleichermaßen der Massen in Politik und Produktion“.

Wie rapide wachsender Wohlstand, Statusdenken und Genusssucht im Wilhelminismus dazu beitrugen, die moralischen Maßstäbe der höheren Dienstgrade in der deutschen Armee zu zerstören.

Zeitungsgründer Erik Reger hofft, dass Alliierter Kontrollrat und Pariser Konferenz sich von bisherigen historischen Abläufen nach Kriegen absetzen. Derweil sei Berlin „die interessanteste Stadt der Welt geworden“.

Um Albert Speer in Nürnberg geht es dieses Mal in der historischen Kolumne. Auch unsere Zeitung fiel auf Hitlers Architekten herein, so dessen Story, er habe seinen „Führer“ umbringen wollen.

Zeitungsgründer Erik Reger fordert Geduld von den Deutschen, sowie „unsere Verantwortlichkeit für das Geschehene zu bejahen, keine Ausflüchte zu finden, das Gegenwärtige in jeder Form als unvermeidliche Folgeerscheinung zu betrachten“.

Vor dem Hintergrund des Weltgeschehens jener Jahre kommentierte Zeitungsgründer Erik Reger den Volksaufstand in der DDR. Dabei erinnerte er an die Berlinblockade 1948/49.

Die Gefahr, daß „die nationalistischen Trübwasserfischer“ am lautesten Beifall klatschen: Erik Reger kritisiert Konrad Adenauer und wirft deutschen Parteiführern vor „Statistiker der Stimmungen statt Politiker des Grundsatzes“ zu sein.

In der historischen Kolumne geht es dieses Mal um die Nachkriegs-Rubrik „Vor Jahren“ mit Zitaten aus der NS-Zeit. Auch ein kommender Tagesspiegel-Chefredakteur fand sich dort wieder.

Zeitungsgründer Erik Reger holt historisch aus für ein Plädoyer gegen Zentralismus und für persönliche Freiheit. Eine Gleichsetzung von Kommunismus und Nationalsozialismus lehnt er ab.

Ein Jahr nach Kriegsende schrieb unsere Zeitung über ganz konkrete „Entnazifizierung“ oder „Denazifizierung“ in Berlin – und deren Ausbleiben. Eine neue Folge der historischen Kolumne.

Zeitungsgründer Erik Reger holt historisch wieder weit aus, diesmal um gegen deutsche Renitenz gegenüber den Alliierten zu argumentieren. Er plädiert für wehrhafte Demokratie nach westlichem Vorbild.

Am 10. Mai 1954 starb Erik Reger plötzlich auf einer Dienstreise. Hier noch einmal der Erinnerungs-Artikel, den der Tagesspiegel vor zwei Jahren veröffentlichte, zum 70. Jahrestag des Todes seines Mitgründers.

Zum ersten Jahrestag des Kriegsendes in Europa dokumentierte unsere Zeitung die Kapitulationsurkunde und beschrieb den „Weg nach Karlshorst“. Hier wieder die historische Kolumne.

Zeitungsgründer Erik Reger holt historisch weit aus für ein Lob der UNO. Denn sie betrachtet „nicht den Krieg, sondern den Frieden als den gegebenen Zustand, als die Voraussetzung ihrer Arbeit“.

In unserer historischen Kolumne geht es dieses Mal um die Rubrik „Landtagebuch“, die Zeitungsgründer Erik Reger unter dem Pseudonym „Campester“ schrieb.

Zeitungsgründer Erik Reger verteidigt Marx und Engels gegen die soeben gegründete SED. Deren Start sieht er als schwer belastet an und spricht ihr das „D“ ab.

Kurt Schumacher prägte die deutsche Nachkriegspolitik noch vor Konrad Adenauer. Unsere Zeitung begleitete seine Arbeit als beispielhaft für Demokratie. Hier wieder die historische Kolumne.

In der historischen Kolumne geht es diesmal um Sport in unserer Zeitung, genauer: Fußball. Nach dem Krieg ließen die Alliierten in Berlin keine Vereine zu, stattdessen kickten kommunale „Sportgruppen“.

Bahn, Brücke, Beleuchtung: In der Rubrik „Wir schlagen vor“ empfahl die Redaktion Verbesserungen. Hier wieder unsere historische Kolumne – mit Ideen für heute und der Bitte um Ihre Anregungen.

In unserer historischen Kolumne geht es dieses Mal um die Kultur in der sechs Monate zuvor gegründeten Zeitung – und dabei nicht zuletzt um den „Sinn der Kritik“.

In der historischen Kolumne geht es diesmal um den Kampf gegen die Zwangsvereinigung der SPD mit der KPD zur SED. Und den journalistischen Grundsatz, unabhängig zu sein von Parteien, aber nicht parteilos.

Unter dieser Überschrift veröffentlichte der Tagesspiegel am 23. März 1983 diesen Artikel seines Verlegers Franz Karl Maier, genau 50 Jahre nach dem „schwärzesten Tag in der Geschichte des deutschen Parlamentarismus“.
öffnet in neuem Tab oder Fenster