
© Stefan Weger
Fridays for Future: Wer ist hier der Boomer?!
Die Babyboomer gegen die Generation Z: Dieser Konflikt löse den Klassenkampf ab, meinen Soziologen. Doch dieses Schubladendenken ist zu einfach. Eine Kolumne.
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Die Geschichte wiederholt sich in Zyklen, das ist bekannt. Ist die heutige Zeit nicht ein auf den Kopf gestelltes Spiegelbild der 1960er Jahre? Was damals in den Himmel gehoben wurde, wird heute verurteilt. Schluss mit dem Wachstumswahnsinn und dem „Immer mehr“, mit Plastik, Einwegartikeln und Konserven, Schluss mit der Anhäufung nutzloser Gegenstände in sowieso schon überfüllten Wohnungen, Schluss mit dem Licht, das von morgens bis abends brennt, auch wenn man gar nicht da ist, Schluss mit Heizungen auf Hochtouren, mit Fleisch zu jeder Mahlzeit, mit zwei Autos pro Haushalt und mit Familiensonntagnachmittagen auf Flughafenterrassen, wo man den Flugzeugen und ihrer weißen, wattigen Spur im Sommerhimmel nachsah. Heute ist fliegen eine Sünde, und unsere Kinder erinnern uns daran, dass mit jedem Steak auf unserem Teller der Wald im Amazonasgebiet ein Stück schrumpft. Heute gilt: Weniger ist mehr. Weniger Verschwendung, weniger Müll, weniger Werbung, weniger Gegenstände, weniger unnütze Reisen.
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