Ein Zeichen für die Flüchtlinge: Wie die Mauerkreuze verschwanden
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Kinder spielen, Studentengruppen hören ihrem Prof zu: Alles Show. Ein Ablenkungsmanöver.

© /Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit

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Ein Zeichen für die Flüchtlinge: Wie die Mauerkreuze verschwanden

Schon einmal verursachte das "Zentrum für politische Schönheit" große Aufregung: Am vergangenen 1. November verschwanden die Mauerkreuze am Berliner Reichstagufer – als Protest gegen die Flüchtlingspolitik. Wie konnte das gelingen? Eine Rekonstruktion.

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Am ersten November des Jahres 2014 scheint vormittags die Sonne am Berliner Reichstagufer. Die weißen Kreuze, die an die Mauertoten erinnern, strahlen im Licht. Eigentlich Ausflugswetter, aber bis auf die Touristendampfer ist hier nichts los. Ein paar Jogger laufen an den Kreuzen vorbei, irgendjemand schiebt einen Kinderwagen durchs Bild, ansonsten: Ruhe. Dann kommt ein Mann und stellt eine etwa zigarettenschachtelgroße Kamera auf den Stufen ab, die hier vielleicht zehn Meter von den Gedenkkreuzen entfernt zur Spree hinunterführen. Die Kamera wird ab jetzt alle fünf Sekunden ein Bild vom Geschehen machen. Auf dem ersten Bild ist da ein Denkmal mit Kreuzen. Auf dem letzten ist da ein Denkmal ohne Kreuze. Dies ist eine Geschichte über die 45 Minuten dazwischen.

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