Gesundheit: Als Ostdeutsche noch keine Ossis waren
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Gesundheit: Als Ostdeutsche noch keine Ossis waren

"Atomisierte Menschen ohne Geschichtsbewusstsein und herkömmliches Wertesystem, ehrfürchtig den (DDR-) Staat anbetend" - So beschrieb die "Zeit" im März dieses Jahres die Ostdeutschen. Ihre geringere Arbeitseffizienz zeuge von großem Nachholbedarf, wie auch in anderen postkommunistischen Gesellschaften.

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"Atomisierte Menschen ohne Geschichtsbewusstsein und herkömmliches Wertesystem, ehrfürchtig den (DDR-) Staat anbetend" - So beschrieb die "Zeit" im März dieses Jahres die Ostdeutschen. Ihre geringere Arbeitseffizienz zeuge von großem Nachholbedarf, wie auch in anderen postkommunistischen Gesellschaften. "Gegen solche medienwirksamen Stereotypen haben es differenziertere Forschungsergebnisse von Soziologen oft schwer", meint Anna Schwarz, Soziologieprofessorin an der Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Bei einer Veranstaltung in Potsdam kritisierte die Wissenschaftlerin diese Einseitigkeit: "Derartige Verengungen verwechseln Indoktrination mit Sozialisation." Es sehe so aus, als glaubten viele Theoretiker nachträglich der realsozialistischen Macht-Inszenierung mehr als die Ostdeutschen zu DDR-Zeiten. Die Wahrnehmungsfähigkeit der Menschen in der DDR werde völlig unterschätzt.

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