Chinas Außenminister in München: Wang Yi antwortet auf Rubio – und will die Vereinten Nationen stärken
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Merz trifft Wang Yi in München.

© REUTERS/THILO SCHMUELGEN

Chinas Außenminister in München: Wang Yi antwortet auf Rubio – und will die Vereinten Nationen stärken

Gemeinsam statt einsam – das ist die Botschaft des chinesischen Außenministers auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Er grenzt sich in seiner Rede deutlich vom US-Außenminister ab.

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Chinas Außenminister Wang Yi hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine Wiederbelebung der Vereinten Nationen gefordert – und sich deutlich gegen Alleingänge einzelner Staaten auf der Welt gewandt. Ohne die USA beim Namen zu nennen, sagte Wang Yi laut offizieller Übersetzung: „Multilateralismus sollte immer gefördert und gestärkt werden. Es darf nicht passieren, dass einige Länder andere dominieren.“

Der Minister rief die internationale Staatengemeinschaft auf, das System der Vereinten Nationen zu revitalisieren und zu reformieren. „Wir haben nicht das Recht, es zu zerstören.“

Die Uno sei in der jetzigen Form zwar nicht perfekt, aber immer noch das beste und mächtigste Instrument, das es auf der Welt gebe. Und die Plattform, auf der alle Nationen, unabhängig von Größe und Wohlstand, eine Stimme hätten und die gleichen Rechte.

Damit antwortete Wang Yi direkt auf die Rede, die der US-Außenminister Marco Rubio kurz vor ihm gehalten hatte. Rubio hatte die UN scharf kritisiert und sie angesichts der Konflikte in der Welt als wirkungslos bezeichnet. Die USA, nicht die UN, würden Konflikte wie den Gaza-Krieg lösen, hatte Rubio gesagt.

„Ohne die Uno würden wir zurückkommen zu einem Recht des Stärkeren, wo die Stärkeren die Schwachen besiegen und bestimmen“, warnte dagegen Wang Yi. „Wir leben in einer multilateralen Welt und das müssen wir weiter so verfechten. Das muss die internationalen Beziehungen dominieren“, betonte er.

Wang Yi: Gleiche Rechte und gleiche Regeln für alle Länder

Alle Länder müssten die gleichen Rechte haben, aber auch die gleichen Regeln beachten. Das gelte für große Länder, für kleine und für mittlere Länder. Manche Länder müssten zwar eine Führungsrolle übernehmen, um Konflikte beizulegen. Es dürfe aber keine Doppelstandards geben. „Es darf nicht passieren, dass einige anderen ihren Willen aufzwingen.“

Beispielsweise warnte Wang Yi, im Iran wirkten sich Probleme direkt auf den Nahen Osten aus. „Und da müssen wir vorsichtig sein. Wir müssen vermeiden, neue Konflikte zu schaffen.“ China wolle bei alledem Partner sein, versicherte der Außenminister. „Wir sind keine Rivalen.“ (dpa)

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