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Der Nahost-Krieg in Grafiken: Wo Israel und die USA angreifen – und wo Iran zurückschlägt
Der Krieg mit dem Iran zieht immer weitere Kreise. In der Nacht wurde ein britischer Stützpunkt auf Zypern angegriffen. Wir verorten die Angriffe und Gegenschläge in einer Karte.
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Israel und die USA haben am Samstag damit begonnen, Ziele im Iran anzugreifen. Dabei wurden vor allem Mitglieder der Staats- und Militärführung ins Visier genommen. Am Sonntag bestätigten iranische Staatsmedien den Tod von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei. Nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump könnte der Krieg noch vier Wochen dauern.
Teheran reagierte auf den US-israelischen Angriff mit Vergeltungsschlägen in der gesamten Region. Neben Israel wurden auch Angriffe in Jordanien, Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Oman gemeldet. Aber auch im Mittelmeer kam es zu einem iranischen Angriff.
Der Präsident Zyperns, Nikos Christodoulides, bestätigte den nächtlichen Einschlag einer iranischen Drohne auf einem britischen Militärstützpunkt auf der Insel. Die im äußersten Osten des Mittelmeers gelegene Insel Zypern liegt nur rund 160 Kilometer von der Küste Libanons und gut 200 Kilometer Luftlinie von Israel entfernt.
Ziele der iranischen Vergeltungsschläge waren offenbar US-Militärbasen in der Region. Ein Grund für den Angriff auf die britische Militärbasis auf Zypern könnte sein, dass Großbritannien den USA am Sonntag erlaubt hat, seine Stützpunkte für „defensive“ Militärmaßnahmen zu nutzen.
Im Vorfeld der Angriffe auf den Iran hatten die USA in den vergangenen Wochen ihre Militärpräsenz in der Region deutlich verstärkt und zwei Flugzeugträger sowie mehr als ein Dutzend weitere Kriegsschiffe in die Region verlegt. Der weltgrößte Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“ traf am Freitag vor der Küste Israels ein. Der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ war bereits zuvor an den Golf geschickt worden.
Ölpreise steigen wegen Iran-Konflikts deutlich
Neben Gegenangriffen schränkte der Iran auch den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ein, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. Jede Störung kann die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.
Die Staaten des Ölverbunds Opec+, in dem neben Staaten der Opec auch andere wichtige Förderstaaten wie Russland organisiert sind, hatten am Sonntag auf einem planmäßigen Treffen beschlossen, die Tagesproduktion zu erhöhen, um Engpässe und zu starke Preisanstiege zu verhindern.
Dennoch haben die Ölpreise nach der Eskalation im Nahen Osten zunächst kräftig zugelegt, sind dann aber wieder etwas gesunken. In der Nacht zum Montag stiegen die Notierungen für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA in den ersten Handelsminuten um jeweils mehr als zehn Prozent. Dabei erreichte Brent-Öl in der Spitze bei 82,37 US-Dollar je Barrel (159 Liter) den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl bei 75,33 Dollar den höchsten Stand seit Juni 2025.
Zuletzt lag der Preis je Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April nur noch um gut 5 Dollar oder etwa 7,5 Prozent höher bei 78,05 Dollar. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um mehr als 4 Dollar auf 71,52 Dollar zu. (mit Agenturen)
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