Minneapolis zwischen Schmerz und Widerstand: „Wir können nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergehen“
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Ein Einschussloch in einem Schaufenster in Minneapolis, wo Alex Pretti starb.

© AFP/ROBERTO SCHMIDT

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Minneapolis zwischen Schmerz und Widerstand: „Wir können nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergehen“

Wochenlang hat die Einwanderungspolizei ICE in Minneapolis gewütet. Zwei Menschen wurden erschossen, Tausende verhaftet. Nun will die US-Regierung einlenken. Doch bei den Bewohnern sitzt der Schmerz tief.

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Wie gut, dass es Eckkneipen gibt, um dieser Tage in Minneapolis zusammenzukommen. Das „Prodigal Public House“ ist eine ganz besondere: Das rote Eckhaus mit großen Schaufenstern liegt nur hundert Meter von dem Ort entfernt, an dem Bundesbeamte am Samstag Alex Pretti erschossen. Viele, die an diesem Mittwoch hier sitzen, haben die Schüsse auf den 37-Jährigen gehört.

So auch das junge Paar, das einen Platz direkt neben der Tür gefunden hat. Am Tag, an dem Pretti starb, öffneten sie ihr Zuhause für Menschen, die dem Tränengas entkommen wollten, erzählen sie. Damit räumten Polizei und Bundesbeamte den Tatort; die aufgebrachten Menschen sollten schnell von der Straße verschwinden. Während die beiden noch nach den richtigen Worten suchen, um ihre Gefühle der vergangenen Tage zu beschreiben, füllt sich der Pub.

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