Kultur: Ab in den Darkroom
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Kultur: Ab in den Darkroom

Wagner-Zyklus des RSB: Janowskys „Tristan“.

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Es gibt diesen magischen Moment zwischen nicht mehr und noch nicht, zwischen Kunst und Leben, der alle eint: die Musiker und ihr Publikum, die Prominenten im Saal (von Wolfgang Thierse bis Edda Moser) und die vielen jungen Leute, Wagnerianer und Anti-Wagnerianer, Alte, Junge, Piraten, Kulturbürger, alle. Es ist der Moment zwischen Schlussakkord und Applaus, die Stille davor und danach, in der man sich verstört, verträumt, ertappt die Augen reibt. In der Philharmonie, nach Marek Janowskys konzertantem „Tristan“, dauert dieser Moment sehr lange. Und Nina Stemme, die Isolde, nutzt seine letzten Sekunden, um die Backen zu blähen und Luft abzulassen. Was für eine irre Anstrengung. Was für ein orkanartiger Jubel.

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