Volksbühne Tempelhof: "Iphigenie": Auf der Flucht vor dem Mythos
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Die Darstellerinnen von "Iphigenie".

© Jörg Carstensen/dpa

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Volksbühne Tempelhof: "Iphigenie": Auf der Flucht vor dem Mythos

Regisseure Mohammad al Attar und Dramatiker Omar Abusaada zeigen in Tempelhof „Iphigenie“, mit Darstellerinnen aus Syrien. Es ist die erste Schauspielpremiere der Volksbühne in dieser Saison.

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Sajeda Altaia ist verunsichert: „Kann ich eine Rolle spielen, in der nicht geküsst wird?“ Die junge Syrerin spricht gerade für den Part der Iphigenie vor, bekanntlich nicht gerade eine wild um sich knutschende Femme fatale. Aber weil Altaia Hijab trägt, muss sie sich im Casting die Frage gefallen lassen, ob das für sie keinen Widerspruch bedeute – Kunst und Kopftuch? Ob sie auch eine amouröse Szene performen würde? Und überhaupt, wie das wohl auf die Zuschauer wirken würde, die Iphigenie derart zu sehen? „Ich habe ja sowieso keinen Einfluss darauf, was die Leute denken“, gibt die Schauspielerin zu Recht zurück.

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