
16 Jahre nach „The Social Network“ erzählt Aaron Sorkin die Facebook-Saga weiter, dieses Mal als Whistleblower-Thriller. Der Regisseur hat noch eine Rechnung mit den Tech-Bros offen.

Andreas Busche ist seit 2017 in der Kultur-Redaktion des Tagesspiegel und schreibt hauptsächlich über das Kino, Filmpolitik, Serien, Popmusik und gesellschaftspolitische Themen. Vor dem Tagesspiegel hat er fast 20 Jahre als freier Journalist in Berlin und als Filmrestaurator in Amsterdam gearbeitet. 2015 gewann er den Siegfried-Kracauer-Preis der Filmkritik.

16 Jahre nach „The Social Network“ erzählt Aaron Sorkin die Facebook-Saga weiter, dieses Mal als Whistleblower-Thriller. Der Regisseur hat noch eine Rechnung mit den Tech-Bros offen.

Hannah Herzsprung spielt die Hauptrolle in der Dystopie über eine Regierung, die die Gesundheit ihrer Bürger kontrolliert. Ein Gespräch über Menschlichkeit, Mental Health und die Schauspielerei als Sport.

Die Couch-Saison ist eröffnet und auch in den Mediatheken wird es schön düster. Diese neun Serien trösten garantiert über das Ende des Sommers hinweg.

Fett-Prothesen und Boulevardhumor. In der Komödie „Digger“ löst ein größenwahnsinniger Öl-Milliardär erst eine Klimakatastrophe aus und schwingt sich dann zum Retter auf. Aber als Farce funktioniert das ebenso wenig wie als Satire.

Valeria Gordeev hat mit ihrem Debüt „Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“ einen der wichtigsten Romane in diesem Herbst geschrieben. Eine Begegnung mit der Autorin in Berlin.

Ganz großes Kino in Berlin: Allroundtalent A$AP Rocky ist dem Hip-Hop längst entwachsen. Er liefert eine Show wie ein Überfallkommando – mit einer diskreten Botschaft in Richtung Heimat.

Mit „Das geträumte Abenteuer“ gewann die Berliner Regisseurin Valeska Grisebach in Cannes den Preis der Jury. Das Drama über die imaginären Grenzen Europas ist ein Höhepunkt des Kinojahres.

Robert Pattinson spielt in „Primetime“ den kontroversen NBC-Moderator Chris Hansen, der Selbstjustiz zum medialen Spektakel machte. Aber was erzählt der Film über die Sensationslust des Publikums?

Die HBOMax-Serie erzählt die Vorgeschichte von Gangsterboss Toni Hamady als Coming-of-Age-Story. Und macht dabei vieles besser als das preisgekrönte Original.

Der gefeierte Regisseur Zach Cregger hat für seine Adaption von „Resident Evil“ freie Hand bekommen. Und bestätigt, dass er die neue Hoffnung des Horror-Genres ist.

Mit dem Meme „Gillian Anderson made me gay“ wurde der „Akte X“-Star zur lesbischen Ikone. Für ihre Sex-Ratgeber vertrauen Frauen der Schauspielerin und Autorin intimste Geheimnisse an. Erklärung eines Phänomens.

Ralf Richter machte in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft die Schnoddrigkeit salonfähig, seine Stimme bleibt unvergesslich. Jetzt ist der Schauspieler mit 69 Jahren gestorben.

Ein Familiendrama als Horrorfilm. Léa Seydoux spielt eine Mutter, die plötzlich vor dem Abgrund steht: Ist ihr Ehemann in pädokriminellen Netzwerken aktiv?

Eine Pädagogin reagiert auf die Krise des Bildungssystems mit unorthodoxen Mitteln. In der schwarzen Komödie „Bad Apples“ macht Saoirse Ronan gute Miene zum bösen Spiel.

Christoph Hochhäusler zählt zu den stilbildenden Regisseuren im deutschen Kino. Jetzt widmet ihm der Neue Berliner Kunstverein zum Beginn der Art Week seine erste Ausstellung.

Die queere Weltmeisterin Christy Martin machte das Frauen-Boxen populär, führte aber ein Doppelleben. Regisseur David Michôd hat ihr Leben verfilmt – mit einer Hauptdarstellerin, die polarisiert.

Robert Pattinson ist dieses Jahr der größte Star in Venedig, das Festival bekommt den Liebesentzug der US-Branche zu spüren. Kontrovers dürfte es schon dank Elon Musk werden.

1949 kehrte Thomas Mann aus dem Exil zurück, um seine Landsleute mit ihrer Schuld zu konfrontieren. Hanns Zischler spielt ihn im Roadmovie „Vaterland“. Ein Gespräch über eine fast vergessene Seite des deutschen Großliteraten.

Françoise Cactus und Brezel Göring haben mit Stereo Total Berliner Musikgeschichte geschrieben. Sein Film „Für immer 16“ ist eine Hommage an seine 2021 verstorbene Partnerin. Ein Gespräch.

Schöne Menschen vor überwältigender Weltuntergangskulisse: Jacob Elordi und Margaret Qualley suchen in dem melancholischen Endzeitdrama „Das Ende der Sterne“ nach dem Sinn des Überlebens. Regisseur Ridley Scott wirkt altersmilde.

Eine junge Staatsanwältin legt sich mit dem System an. „Staatsschutz“ von Faraz Shariat ist eine reale Fiktion über strukturellen Rassismus in der deutschen Justiz.

Die Mutter liegt im Sterben, und ihr 16-jähriger Sohn treibt ziellos durch die Stadt. Saša Vajda erzählt in sensiblen Stimmungsbildern von einem schleichenden Abschied. Ein eindrucksvolles Regiedebüt.

Was ist ein feministischer Horrorfilm? In Jane Schoenbruns irrwitziger Slasher-Hommage schließen sich weibliches Begehren und sexistische Klischees nicht per se aus.

Raus aus der Enge eines nationalen Kinos. Der Kölner Regisseur Roderick Warich begibt sich mit „Funeral Casino Blues“ auf die Spuren von Wong Kar-Wai. Ein hypnotischer Kinotraum zwischen Zitat und Hommage.
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