Volksbühne ist Theater des Jahres: Blumen zum Abschied
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Ehrung für Frank Castorf. Der Volksbühnentribun kann auch lachen.

© Paul Zinken/dpa

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Volksbühne ist Theater des Jahres: Blumen zum Abschied

Überraschung! Überraschung? Kritiker haben die Volksbühne zum Theater des Jahres gekürt. Bei der besten Inszenierung holte Castorf aber nur Platz zwei.

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Abschiede sind ja nicht nur mit Wehmut verbunden, sondern meist auch mit Ehrungen. Zumindest, wenn die oder der Verabschiedete nicht gerade einen Trümmerhaufen hinterlässt. Es überrascht also kaum, welche Bühne die Kritikerinnen und Kritiker in der alljährlichen Saisonbilanzumfrage des Magazins „Theater heute“ mit dem Titel „Theater des Jahres“ veredelt haben: Castorfs Volksbühne. Dass die Auszeichnung verdient und nicht bloß eine nette Geste nach 25 Intendanzjahren ist, steht außer Frage. Castorf, Pollesch, Marthaler, Fritsch & Co haben in ihrer finalen Spielzeit ja noch mal dermaßen aus allen diskursiven und dionysischen Rohren geschossen, dass es eine einzige Überforderungsfreude war. In seltener Einigkeit votierten daher 18 der 46 befragten Fachmenschen für das Haus am Rosa-Luxemburg-Platz. In zerstritteneren Jahren genügten auch schon mal fünf oder sechs Stimmen zum Sieg.

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