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Rudolf Buchbinder und die Sächsische Staatskapelle: Das innere Lächeln
Plastizität und Disziplin: Rudolf Buchbinder spielt mit der Sächsischen Staatskapelle das erste und das letzte Klavierkonzert von Beethoven.
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„Leben mit dem Meister“ – so nennt Rudolf Buchbinder seine 2014 erschienene Biografie, und welch anderer Titel käme überhaupt in Frage, wenn Beethoven die Karriere so tief geprägt hat wie in seinem Fall? Vor allem die Klaviersonaten sind es, mit denen sich Buchbinder immer wieder neu auseinandersetzt, 39 Ausgaben besitzt er von den Noten, über 50 Mal hat er den Zyklus schon aufgeführt. In der Philharmonie spielt er jetzt zwei der fünf Klavierkonzerte, das erste (1795) und das letzte (1809) – wobei Nr. 1genau genommen nicht zuerst entstand. Egal, eine beeindruckende Entwicklung einmal quer durch Beethovens kreativstes Schaffensjahrzehnt ist auf jeden Fall feststellbar.
Buchbinder leitet die Sächsische Staatskapelle vom Klavier aus. Die Profis aus Dresden spielen aber weitgehend selbstständig – und so hochkonzentriert und diszipliniert, dass der Solist kaum mehr als einige prägnante Akzente setzen muss. Faszinierend mozartisch setzt das erste Konzert in C-Dur ein, Beethoven pflückt sich aus seinem Material Motive heraus, entwickelt sie weiter. Die Kadenzen, die er in seinen Anfangsjahren leidenschaftlich gern frei improvisiert hat, schrieb er später nieder, fürs C-Dur-Konzert gleich drei Mal, daraus präsentiert Buchbinder seine eigene Mischung.
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