Zwei Premieren am Berliner Ensemble: Das Schnattern und das Schweigen
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Schattenfrau. Sylvie Rohrer in Peter Handkes "Die schönen Tage von Aranjuez" am Berliner Ensemble.

© Joachim Fieguth

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Zwei Premieren am Berliner Ensemble: Das Schnattern und das Schweigen

So gegensätzlich kann Theater sein: Claus Peymann verjuxt Schillers "Kabale und Liebe" am Berliner Ensemble. Und Philip Tiedemann macht am selben Haus Eindruck mit einem Kammerspiel von Peter Handke: "Die schönen Tage von Aranjuez".

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Der böse adlige Präsident von Walter (Joachim Nimtz) trägt eine orangefarbene Haartolle, geht auf Stelzen und reibt hinterhältig die Daumen gegen die Zeigefinger, während sein intrigantes Gedankengut die Augen zu Schlitzen verengt und den Mund zu einem hässlichen Viereck formt. Der gute bürgerliche Miller (Martin Seifert) ist in Weiß gekleidet, aber leider auch nicht ernst zu nehmen. Claus Peymann inszeniert am Berliner Ensemble Schillers „Kabale und Liebe“, und Achim Freyer hat dafür einen runden Kreidekreis auf die Bühne malen lassen, in den von oben hin und wieder Stühle heruntergelassen werden. Oder Geigen. Oder eine Schaukel, in der Katharina Susewind als Lady Milford im zartrosa Hochzeitskleid und mit grellpinken High Heels in den Bühnenhimmel schwingt.

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