Roger McGuinn in der Passionskirche: Der Beat-Heilige
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Er führte die 12-saitige Gitarre in den Pop ein: Roger McGuinn.

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Roger McGuinn in der Passionskirche: Der Beat-Heilige

Angefangen hat er als Folksänger, dann entdeckte er die Beatles und stieg mit den von ihm gegründeten Byrds in den Rock'n'Roll-Himmel auf. Bei einem umjubelten Konzert in der Berliner Passionskirche blickte Roger McGuinn, inzwischen 72, auf seine lange Karriere zurück.

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Punkt acht verstummt das Gemurmel in der Kreuzberger Passionskirche zu ehrfurchtsvollem Schweigen. Als sich in blau-rot gedämpftem Licht die Tür zur Sakristei öffnet, und vor den Altar tritt Roger McGuinn, ganz in Schwarz, mit Hut, Lederweste, Jeans und Cowboystiefeln. Wie ein dünner Beat-Heiliger, für den eine spürbare Verehrung durchs Kirchenschiff knistert. Doch knistert zunächst auch seine zwölfsaitige Rickenbacker. Kein Strom auf der Gitarre, kein Saft, keine Kraft. Gestöpsel, Gefichtel, Knattern. Ein Helfer – dann geht’s. „But I was so much older then I’m younger than that now“, singt der 72-Jährige, begleitet von seinen unverwechselbaren elektrischen Jingle-Jangle-Klangwolken, Zeilen aus Bob Dylans Song „My Back Pages“.

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