Kontrolleur bei der Gema: Der Hüter der Urheberrechte
Musik, überall Musik, doch zahlen will niemand dafür. Leute wie Maik Zimmermann haben einen unbeliebten Job. Er arbeitet für die Gema. Seitdem sie die Tarife geändert hat, tobt ein Kulturkampf.
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Maik Zimmermann blickt noch einmal in sein schwarzes Ledermäppchen: Kaiserdamm 35, Berlin-Charlottenburg; neuer Inhaber. Er ist also richtig hier. Auch wenn es sein kann, dass der neue Inhaber der Tankstelle das nicht so sieht. Maik Zimmermann kennt das. Er kramt eine Visitenkarte heraus, wiegt sie in der Innenfläche seiner rechten Hand. Es ist heiß, erste Schweißperlen sammeln sich auf seiner Stirn. Sein blauweiß gestreiftes Hemd hat er einen Knopf zu weit geöffnet, das Feinrippunterhemd ist zu sehen. Maik Zimmermann betritt die Tankstelle, schaut in die Ecken, hört in den Raum hinein. Ein Summen kommt von rechts, das wird wohl der Kühlschrank sein. Er geht zur Kasse: „Guten Tag, Zimmermann mein Name, ich komme von der Gema.“
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