Geschichte: Der vergessene Völkermord
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Geschichte: Der vergessene Völkermord

Blinder Fleck: Noch immer marginalisiert Deutschland seine Kolonialverbrechen in Afrika.

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Im Deutschen Historischen Museum Berlin ist die Geschichte dieses Landes eine fast lineare Erzählung. Aufgeschrieben in einem sich schlängelnden Gang mit Vertiefungsräumen. Wer will, kann am Kolonialismus in einem Glaskasten vorbeilaufen. Nicht nur dort ist er ein verdrängtes Kapitel, eine wenig aufgearbeitete Geschichte. Doch bemühen sich Wissenschaftler, die koloniale Schande in den Fokus gesellschaftlicher Aufmerksamkeit zu rücken. Es ist ein zäher Kampf gegen gesellschaftliche Ressentiments und politische Widerstände. Über einen Antrag der Linken, „die deutschen Kolonialverbrechen im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika als Völkermord anzuerkennen und wiedergutmachen“, wurde vor einiger Zeit im Bundestag entschieden. Er wurde abgelehnt.

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