Michel Houellebecq: Der Welt bin ich nun überdrüssig
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Ist er’s wirklich? Michel Houellebecq nach der Prix Goncourt-Verleihung 2010.

© AFP

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Michel Houellebecq: Der Welt bin ich nun überdrüssig

Roman oder Autobiografie? Mit "Karte und Gebiet" übt sich Michel Houellebecq in letzten Worten. Soll man das nun für den Abschied von der Literatur halten, gar für das letzte Wort in eigener Sache?

Von Gregor Dotzauer

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Für seinen Freund Dominique Noguez war er der „Baudelaire der Supermärkte“. Sich selbst stilisierte er zum „Zarathustra der Mittelschicht“. Mit seinem jüngsten Roman „Karte und Gebiet“ aber hat sich Michel Houellebecq zum Montaigne der Konzeptkunst geadelt: Erzählen heißt sterben lernen, und Literatur ist dabei nur das Vehikel. Wie heißt es in einer Grabinschrift der römischen Stoiker, die heute noch Todesanzeigen schmückt? Non fui. Fui. Non sum. Non curo. Bin nicht gewesen. Bin gewesen. Bin nicht mehr. Was kümmert’s mich.

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