
© Christian Mang
Theater: Dezent asozial halt
Wenn Gärten Eintritt kosten: Hellersdorfer Teenager aus schwierigen Verhältnissen spielen im Theater o.N. an der Kollwitzstraße in dem Stück „Hell erzählen“ ihre eigenen Geschichten. Ein Probenbesuch.
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„Ich kenn’ böse und gute Menschen. Ich kenn’ Ghettos und Nobelviertel. Ich kenn’ Liebe und Hass“, sagt Needy. Und Zero rappt: „Ich kenn’ koksen, ich kenn furzen, ich kenn viele, viele Cents. Ich kenn Straßen, die du auf keinen Fall kennst.“ Was mit Sicherheit stimmt. Die neun Jugendlichen, die auf der schmalen Probebühne im Souterrain eines Hinterhauses an der Schönhauser Allee stehen und ihre Szene durchgehen, stammen aus Hellersdorf. Nicht bloß ein Bezirk an der Berliner Peripherie. Sondern vom Prenzlauer Berg aus betrachtet eine ferne, fremde Welt. Die fünf Mädchen und vier Jungs im Alter zwischen elf und 15 Jahren sind hier, weil sie ein Stück über das Leben in ihrem Kiez erarbeiten. Über Konflikte, Sehnsüchte und sich selbst. „Hell erzählen“ heißt das Projekt, mit dem sie im Theater o. N. an der Kollwitzstraße auftreten werden, bis zur Premiere sind es bloß noch ein paar Tage. Im Anschluss gastieren sie in zwei Jugendclubs in Hellersdorf, zum Heimspiel.
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