"Eine einzige Geschichte" von Julian Barnes: Die Liebe ist eine Mulde
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Julian Barnes bei einer Preisverleihung 2011

© Reuters/Luke MacGregor

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"Eine einzige Geschichte" von Julian Barnes: Die Liebe ist eine Mulde

Von der Erziehung der Gefühle und ihrem Scheitern: Julian Barnes’ großartig erzählter Roman „Eine einzige Geschichte“.

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Ort und Zeit: Spielen sie für Beziehungen überhaupt noch eine Rolle? Wer wirklich liebt, wird diese Frage als töricht zurückweisen. Wie Paul, der Erzähler und Protagonist von Julian Barnes’ neuem Roman „Die einzige Geschichte“, der sich im Alter von 19 Jahren in eine 48-jährige verheiratete Frau verliebt. Und der sich dabei natürlich prompt „der alten, anhaltenden, unausrottbaren Illusion“ hingibt, „dass Liebende irgendwie außerhalb der Zeit stehen.“ Erst im Rückblick, etwa fünf Jahrzehnte später, wird er erkennen, wie sehr auch in seinem Fall die gesellschaftlichen Umstände mitbestimmend waren.

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