Rock’n’Roll: Die schlechtere Hälfte
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Turner

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Rock’n’Roll: Die schlechtere Hälfte

Ike Turner spielte Rock’n’Roll lange vor Elvis, er schaffte es nach ganz oben und fiel dann um so tiefer. Zum Tod eines Wegbereiters.

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Er war der „Boogie Boy aus Clarksdale“, der Junge aus Mississippi, der schon während seiner Schulzeit wild ins Klavier hämmerte. Wie er es von seinem bewunderten Lehrer Pinetop Perkins gelernt hatte. Als Schwarzer spielte er zunächst ausschließlich für ein schwarzes Publikum in Schwarzen-Clubs schwarze Musik. Am 5. November 1931 geboren, kam Ike Turner von ganz unten, harte Schule des Blues, sein Vater war von weißen Rassisten ermordet worden. Aber er kämpfte sich nach oben. Weiter nach oben und noch weiter. Und ist schließlich umso tiefer gestürzt, wieder ganz runter: Karriere weg, Geld weg, Ruf ruiniert. Dass er, der heute vor allem als Teil des Hitparaden-Duos Ike & Tina Turner bekannt ist, aus diesem Loch wieder herausgekrochen kam wie ein lädierter Boxer, der nicht aufgibt, war vielleicht seine größte Leistung.

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