Thomas Hettches Roman "Pfaueninsel": Die Würde der Zwergin
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Ein Ort, der im alten Zauber steht. Das Schloss auf der Pfaueninsel, Schauplatz von Thomas Hettches Roman, der im frühen 19. Jahrhundert spielt.

©  Thilo Rückeis

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Thomas Hettches Roman "Pfaueninsel": Die Würde der Zwergin

Botanik und Sentiment: Thomas Hettche hat mit "Pfaueninsel" einen kunstvoll historisierenden Roman über einen Ausflugsort vor den Toren Berlins geschrieben. Er ist damit für den Deutschen Buchpreis nominiert.

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Ein Schild am Zaun kündigt Wasserbüffel an, die sich aber nicht zeigen wollen. Über die Sommermonate hat die Züchterin, Ehefrau eines ARD-Moderators, der Verwaltung der Pfaueninsel einige dieser mächtigen, doch zart behuften Wiederkäuer zur Verfügung gestellt, um die Gräser der Feuchtwiesen kurz zu halten. Offensichtlich fühlen sie sich auf dem 67 Hektar großen Eiland in der Havel deutlich wohler als jenes gezähmte, an Hafer und Kartoffeln gewöhnte „Elch-Thier“, das am 7. Oktober 1828 aus Trakehnen eintraf, um den Hofstaat zu delektieren. „Kaum zwei Monate später“, so der Chronist, sei der Elch „trotz Aderlass und Klistieren“ eingegangen. Bedauernd ergänzt er: „Nie endete der Strom der Kreaturen.“

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