"Le nozze di Figaro" an der Berliner Staatsoper: Die Wut über die verlorene Liebe
zum Hauptinhalt
Auf zum Komplott. Susanna (Nadine Sierra,l.), die Gräfin (Elsa Dreisig) und Figaro (Riccardo Fassi) schmieden Pläne.

© Matthias Baus/Staatsoper

Tagesspiegel Plus

"Le nozze di Figaro" an der Berliner Staatsoper: Die Wut über die verlorene Liebe

Schrille Actionkomödie à la Almodóvar: Vincent Huguet inszeniert Mozarts „Figaro“ an der Staatsoper, mit Daniel Barenboim am Pult - als Streamingpremiere.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Wie Pistolenschüsse knallen die Akkorde, als der Musikmanager Almaviva die bisherigen Intrigen zu sortieren versucht. Zu Beginn des 3. Akts sitzt der Graf grübelnd am Schreibtisch, an der Wand hängen Platinplattten und Warhol-Porträts jenes Rockstars, dem er seinen Reichtum verdankt. Es ist die Gräfin, wasserstoffblond – Debbie Harry lässt grüßen. Ihr Ruhm ist verblasst, sollte auch seine Macht im Schwinden sein? Sicherheitshalber leiht sich der Graf die Autorität von der Musik, mit Pauken und Blech. Und wenn er in Zweifel verfällt, dann nur, um sich schnell wieder zu ermannen.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })